Grüße aus der Pampa 2.0!

 

Ich bin Dorothea und Schülerin des Gymnasiums Neu Wulmstorf. Durch den Rotary Club Neu Wulmstorf hatte ich die Möglichkeit, das Schuljahr 2013/14 in Argentinien zu verbringen.

Seit meinem letzten Eintrag auf der Homepage im März 2014 habe ich ganz viel in Argentinien erlebt. Im März habe ich den argentinischen Karneval mit einer Freundin besucht. Sie war ebenfalls Gastschülerin und wohnte in der Nachbarstadt.

 

 

In Argentinien hat jede Stadt seine eigenen Karnevalsfeste, wobei der bekannteste Karneval in Gualeguaychú (gesprochen Guale-guei-tschu) gefeiert wird. Dabei kämpfen drei örtliche Samba-Schulen um den Titel. Wir waren begeistert von der Stimmung in der Stadt und im Sambadrom, in dem das Hauptfest stattfand.

 

 

 

 

 

Nach den langen Sommerferien seit Mitte Dezember fing im März die Schule wieder an. Für meine Klassenkameraden begann ihr letztes Schuljahr, ihr Abschlussjahr. Gemeinsam hatten wir vorher eine Schuluniform gestaltet und in Auftrag gegeben. Den grauen Schulrock mussten wir leider beibehalten. Neben T-Shirt und Jacke hatten wir eine eigene Jahrgangs-Flagge. Hier ein Bild meiner Klasse vor dem WM-Spiel Argentinien : Iran.

 

 

Die WM ist für alle Menschen in Südamerika ein Volksfest und Messi ihr Volksheld. Wenn Argentinien spielte, waren Banken, Supermärkte, Läden, Cafés etc. geschlossen und Schule fand nicht statt. Es war keine Menschenseele auf der Straße und wenn Tore fielen, gab es ein Silvesterfeuerwerk. Bei Deutschlandspielen habe ich von der Schule frei bekommen und guckte mit Freunden oder meiner Familie.

Anfang April bin ich zu meiner letzten Gastfamilie gewechselt – im Rotary Austauschprogramm sind drei Gastfamilien Standard. Meine Gasteltern sind 35 und 42 Jahre alt und hatten leider keine Kinder. Ich habe mich sehr wohl in dieser Familie gefühlt, da man mich einfach als Tochter ansah und alle supernett waren. Auch verstand ich von Tag zu Tag noch mehr und die Kommunikation wurde einfacher.

Mit meinen Eltern bin ich im Juni nach Buenos Aires gefahren – eine 6stündige Autofahrt von Santa Fé. Es war ein sehr sonniges Wochenende im argentinischen Winter, und wir haben viele bekannte Plätze der Millionenmetropole besucht. In Buenos Aires liegt die breiteste Straße der Welt genannt „nueve de julio“, den zentralen Obelisken, Wahrzeichen der Stadt, das Stadion des bekanntesten argenitinischen Fußballclubs Boca Juniors und das rosa Regierungsgebäude.

 

 

 

 

 

 

Im Mai bin ich endlich mit den anderen Rotary-Austauschschülern aufgebrochen, um den Norden Argentiniens zu erkunden. Wir sind 15 Tage mit einem Doppeldeckerbus unterwegs gewesen. Aufgrund der großen Entfernungen in diesem Land mussten wir mehrmals die Nacht im Bus verbringen, um zum nächsten Reiseziel zu gelangen.

Der absolute Höhepunkt der Reise war der Besuch der Wasserfälle von Iguazú, die genau an der Grenze Argentiniens zu Brasilien und Paraguay liegen. Es war atemberaubend zu sehen, zu hören und auch zu fühlen welche Kraft Wasser hat und mit welcher Geschwindigkeit und Lautstärke es bis zu 80m in die Tiefe rauschte. Wir saßen alle da und haben in einem Augenblick einfach die Augen geschlossen, um es nur zu hören. Mit einem Boot sind wir ganz nah an die Wasserfälle von unten herangefahren und wurden natürlich klitschnass. Am späten Abend kamen wir an unserem Hotel an, das mitten im Dschungel lag. Überall wuchsen Bananenpflanzen, deren Früchte leider noch grün und nicht zum Verzehr geeignet waren. Die Luft war extrem feucht und nichts trocknete. In unserem Zimmer hatten wir eine kleine Freundin: eine 15cm große behaarte Spinne, die es sich in unserer Badewanne gemütlich gemacht hatte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir haben anschließend eine Salzwüste besucht. Auf dem Salz kann man laufen, die Luft riecht salzig – es war eine grandiose Kulisse, auf der man richtig gut Bilder machen konnte.

 

 

 

In Catamarca haben wir einen siebenfarbigen Berg besucht. Der Sage nach hat Gott nach der Erschaffung der Erde die restliche Farbe auf dieser Berggruppe verteilt. In den örtlichen Märkten haben wir Pullis und Andenken für unsere Gastfamilien und für Freunde in Deutschland gekauft. Als wir zum Aconcagua, dem größten Berg Südamerikas gefahren sind, lag dort Schnee. Wir konnten Schneeballschlachten veranstalten und Schneeengel malen.

 

 

 

 

 

 

Die Landschaft von Catamarca ist sehr trocken und besitzt viele Kakteen.

 

 

 

 

 

Desweiteren haben wir zwei Weinberge besucht und die Kultur des argentinischen Weintrinkens kennengelernt.

 

 

 

Am Ende der Reise haben wir eine letzte Station in Cordoba verbracht, von wo aus alle mitgereisten Austauschschüler die Rückreise in ihre Gastorte antraten. Wir hatten eine tolle Zeit zusammen und haben neue Freundschaften geschlossen. Hier eines unserer Gruppenfotos.

 

 

Wir haben später mit einer kleineren Gruppe von Rotary-Austauschschülern einen Pulli gestaltet, den jeder aus unserem Distrikt bestellen konnte. Bei mir steht übrigens Doro und nicht Oro (spanisch für „Gold“).

 

 

Nach einigen Wochen in meinem argentinischen Zuhause musste ich mit dem Kofferpacken beginnen. Viel Zeit hatte ich nicht, denn es gab zahlreiche Abschiedsfeiern unter anderem von meinen Freunden vom Ruderclub, vom Handballverein, von meinem Rotary-Club – sogar die Schule hatte eine Überraschungsparty organisiert: An meinem letzten Schultag durfte ich irgendwie gar nicht aus dem Klassenraum, da alle draußen am Organisieren und Schmücken waren. Ich war total überwältigt, da jede einzelne Klasse der Schule eine Torte gebacken hatte und einen Tanz für mich aufführte. Sogar die Lehrer hatten sich verkleidet und Folklore getanzt.

 

 

 

Es war schwer, alles was ich mir die letzten elf Monate augebaut hatte zurückzulassen, und noch schwerer war es, alles was ich mitnehmen wollte, in einen Koffer zu stopfen. Am Ende hatte ich zwei Koffer und am Flughafen musste ich zusätzliche Gebühren für das Gepäckgewicht zahlen. Dennoch bin ich gut wieder nach Hause gekommen und vermisse jeden Tag dieses südamerikanische Land, welches mein zweites Zuhause ist. Die Sprache beherrsche ich und kann immer wieder zurückkommen. Meine Gastfamilien und Freunde vermisse ich sehr. Ich bin sehr froh, dieses Jahr dort mit ihnen verbracht zu haben. Es war atemberaubend und manchmal auch unbeschreiblich.

Danke an den Rotary Club und das Gymnasium Neu Wulmstorf, an Rotary International und an alle, die mich unterstützt haben und mit Interesse meinen Bericht lesen.

Hasta pronto!

Dorothea

Die Bilder sind von Freunden und ich besitze keine Rechte an den Bildern.

Seite zuletzt geändert am 15.07.2014, 08:48 Uhr von Ralph Werner-Dralle
 

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