Liebe Eltern, liebe Kollegen,

 

hiermit laden wir Sie zu einem Elternabend ein mit dem Thema:


Cybermobbing und Internet

Termin: Mittwoch, den 30. Mai 2012 um 19:30 Uhr im Forum des Gymnasiums

Referentin:

Frau Scheiderer von der „Reso-Fabrik“ Neu Wulmstorf

 

 

 

Christiane Heer-Michalsky

 

Hindrik Sloot

Gymnasium Neu Wulmstorf

- Projektgruppe „Soziales Lernen“-

 

 

 

 

 

 

Das Handy und das Internet haben im Alltag von Kindern und Jugendlichen einen festen Platz. Die vielen technischen Möglichkeiten führen aber auch zu neuen Problemen. Mit einer Vielfalt an Funktionen kann das Handy (und auch das Internet) zu einer mächtigen Waffe werden, die vor allem Jugendliche aufeinander richten. Da werden peinliche Situationen oder Schlägereien gefilmt und verbreitet, beleidigende SMS oder Instant Messages verschickt oder Mitschüler/innen über eine Online Community gezielt fertig gemacht. Die Themen Gewalt und Mobbing sind dabei nicht neu – die Formen und das Ausmaß allerdings schon.

 

Happy Slapping

Happy Slapping könnte man mit „fröhliches Zuschlagen“ übersetzen. Der Begriff hat sich für grundlose Prügeleien und gewalttätige Übergriffe eingebürgert, die mit dem Handy gefilmt und dann ins Internet gestellt oder von Handy zu Handy getauscht werden. Die realen und teilweise sehr brutalen Schlägereien werden dabei häufig „für die Kamera“ angezettelt, und die Filme von den Täter/innen als eine Art Trophäe gesammelt. Nach Ergebnissen der JIM-Studie 2007 haben 29 % der Handybesitzer/innen zwischen 12 und 19 Jahren in Deutschland schon einmal mitbekommen, dass eine Schlägerei mit dem Handy gefilmt wurde. Dabei ist der Begriff „Happy Slapping“ unter Jugendlichen nicht verbreitet. Auch viele Eltern und Pädagogen/innen empfinden den Begriff als unpassend und verharmlosend. Das Filmen von Gewalttaten ist eine Straftat (s.u.). Das gilt auch für heimliche Aufnahmen in geschützten Räumen, zum Beispiel in der Umkleidekabine oder auf der Schultoilette. Die aufgenommenen Bilder und Videos werden häufig unter Missachtung von Persönlichkeitsrechten von Handy zu Handy weitergegeben oder im Internet veröffentlicht. So wird das Handy schnell zum Werkzeug für Demütigungen, Beleidigungen und Mobbing.

 

Cyberbullying/ Medienmobbing

Für Mobbing auf elektronischen Wegen wird häufig der Begriff „Cyberbullying“ genutzt. Bullying bedeutet übersetzt „tyrannisieren“. Es geht also darum, dass ein Opfer über einen längeren Zeitraum verleumdet, bedroht, belästigt oder schikaniert wird, und dafür Bilder und Videos, SMS, Instant Messenger, Online Communities und andere Medien genutzt werden. Diese Formen des Medienmobbings sind vor allem unter Jugendlichen stark verbreitet, aber auch

Lehrer/innen und andere Erwachsene können betroffen sein. Cybermobbing geschieht meistens anonym. Die Opfer wissen also nicht, wer sie belästigt. Das kann zu großer Angst und Verunsicherung führen, weil Schüler/innen dann zum Beispiel anfangen, alle Mitschüler/innen zu verdächtigen. Für die Täter/innen bedeutet diese anonyme Form des Mobbings, dass sie ihre Opfer nicht ansehen müssen und sich dadurch vielleicht noch gemeinere Dinge trauen. Durch die Nutzung von Handy und Internet können Mobbingopfer auch außerhalb der Schule und in ihren privaten Räumen„ erreicht“ werden. Vor allem die Verbreitung von beleidigenden Bildern kann zudem nur schwer kontrolliert und im schlimmsten Fall im Internet weltweit verbreitet werden. Umgang mit Gewalt. Gewalt fängt nicht auf dem Handy oder im Internet an, sondern ist heute Bestandteil jugendlicher Lebenswelten – sei es in den Medien, in der Familie oder im Freundeskreis. Auch Mobbing ist vor allem in Schulen kein neues Problem. Auch ohne den Einsatz von Medien reagieren Opfer darauf zum Beispiel mit Depressionen, Angstgefühlen, sozialer Isolation, körperlichen Reaktionen oder schulischem Misserfolg. Durch die neuen Formen des Cyberbullying entwickelt sich das zu einer immer gefährlicheren Mischung. Zudem ist Medienmobbing oftmals schwerer zu erkennen.

 

Umso wichtiger ist es hinzusehen und zu handeln, denn Mobbingopfer brauchen Hilfe. Jugendliche müssen zudem eine eigene Haltung entwickeln, um mit problematischen Inhalten umzugehen. Hier geht es um Respekt im Umgang miteinander. Ab wann werden Grenzen überschritten? Was verletzt andere Menschen? Bei dieser Diskussion um grundlegende Werte und moralisch richtiges Verhalten sind Eltern und Pädagogen/innen gefordert, sich zu positionieren und Jugendliche im Umgang mit Neuen Medien nicht allein zu lassen. Auch im Bereich Happy Slapping und Cyberbullying werden häufig Straftaten begangen, ohne dass Jugendliche sich darüber bewusst sind. Hier kommen zum Beispiel § 201a (Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen), § 185 (Beleidigung), § 186 (üble Nachrede), § 187 (Verleumdung) oder § 241 (Androhung von Gewalt) aus dem StGB zum Tragen.

Aber auch Sie, liebe Eltern können Unterstützung erhalten, um den immer steigenden Anforderungen der neuen Medien positiv entgegenzutreten. Deshalb laden wir Sie recht herzlich zu dem Elternabend am Mittwoch, den 30.05.2012 von 19:30 bis 21:30 Uhr ins Forum des Gymnasiums Neu Wulmstorf ein.

 

Wir freuen uns auf einen spannenden Elternabend, und danken schon jetzt im Namen aller interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer dem Schulverein des GNW, der die Veranstaltung durch die Kostenübernahme für die Referentin erst mit ermöglicht hat!

 

 

Seite zuletzt geändert am 04.09.2012, 19:13 Uhr von Ralph Werner-Dralle
 

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