Klasse 10-4: Bericht Berlinfahrt 2016

 

Traditionell fahren die 10ten Klassen des GNW um Ostern herum auf Klassenfahrt nach Berlin.

Dieses Schuljahr nahmen die Klassen 10/1, 10/2, 10/4 und 10/5 mit den Klassenlehrern Hrn. Bröer, Hrn. Fischer, Hrn. Röthig und Hrn. Doerenbruch sowie den Begleitkräften Hrn. Koch, Fr. Wrede und Fr. Dunker vom 04.04. bis 06.04.2016 an der Studienfahrt in die bundesdeutsche Hauptstadt teil.

Dabei standen verschiedene Bildungsorte aus der politisch-gesellschaftlichen Gegenwart und der deutschen Geschichte auf dem Programm. So wurde obligatorisch dem Bundestag als Repräsentant der Demokratie und der Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen als Mahnmal der SED-Diktatur ein Besuch abgestattet.

Fakultativ wählen konnten die Schüler zwischen dem Bundeskanzler-Amt, der interaktiven Ausstellung Story of Berlin, dem Olympia-Stadion sowie der Topographie des Terrors, einer Ausstellung zum Terror-Apparats des Nationalsozialismus, bestehend aus Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt, wählen.

Von den einzelnen Programmpunkten berichtet die Klasse 10/4:

 

 

Der Bundestag

Neben dem Besuch der Glaskuppel und der Besuchertribüne des Bundestags, hatte sich spontan ein Gespräch mit Svenja Stadler (MdB, Landkreis Harburg, SPD), welche wir während des gesamten Gespräches duzen sollten, da sie mit uns direkt von Beginn auf einer Ebene sein wollte, ergeben. Sie kam extra an ihrem freien Tag von Buchholz nach Berlin um mit uns zu reden, für uns sehr erstaunlich und überraschend, da wir mit einem solchen Gespräch nicht gerechnet hatten. Was uns sehr gut gefallen hat war, dass sie nicht nur sachlich über ihre Tätigkeiten und wie eine Sitzungswoche üblicherweise abläuft berichtet hat, sondern auch zu Themen wie z.B. TTIP uns ihre eigene Meinung offen legte. Nach circa 20 Minuten in denen sie einen kleinen Monolog über sich, ihre Tätigkeiten , wie z.B. ihre Präsenz in vielen Ausschüssen und auch über ihr Privatleben, in welchem sie täglich den Spagat zwischen Familie und Beruf meistert, gehalten hatte, ergab sich schnell eine gemeinsame Diskussion, in der Frau Stadler all unsere Fragen ehrlich beantwortete.

 

 

Michelle und Kim (10/4)

 

Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen

Die durchaus interessante, sowie schockierende Führung durch den historischen Ort der Gedenkstätte, des Stasi-Knasts Hohenschönhausen unternahmen wir an unserem zweiten Tag in Berlin.

 Wolfgang Warnke, ehemaliger Insasse und unser Führer durch die Gedenkstätte, schaffte es durch seine an eigenem Leib wiederfahrenen Erzählungen uns schaudern zu lassen. Besonders in Erinnerung geblieben ist ein von ihm rekonstruiertes Verhör, welches sich in den frühen 70-er Jahren dort abspielte. Nachgestellt wurde es von Wolfgang Warnke und Herrn Fischer. Es wurde uns bewusst, welche grausamen, manipulativen Mittel zum Zwecke des Verhörs verwendet worden sind.

Eine weitere Foltermethode, welche recht beliebt war um Insassen zu quälen, war die sich im Keller befindende Gummizelle. In dieser Zelle mussten Häftlinge bis zu 14 Tage verweilen. Desweiteren war sie gespickt mit ausgeklügelten Grausamkeiten der Stasi, jegliche Verbindungen zur Außenwelt abgeschnitten, ständige Dunkelheit und um dem Gefangenen noch den letzten Rest zu geben, führten die abgerundeten Wände zu völliger Orientierungslosigkeit.

 Die uns durch den Ausflug vermittelten Eindrücke hätte man im Unterricht gar nicht bekommen können, weshalb wir uns sehr dankbar schätzen, noch die Möglichkeit der Führung eines Leibhaftigen Zeitzeugen, miterleben zu dürfen.

 Merle und Johanna (10/4)

 

"The Story of Berlin" ist ein Interaktives Museum, in dem man 800 Jahre in die Geschichte Berlins zurückreisen kann. Besonders gut fanden wir, dass es nicht nur Texte zum Lesen, sondern dass es auch Dokumente und Gegenstände von früher gab.

Für uns jedoch war die Führung durch einen Atomschutzbunker am Kurfürstendamm die Hauptattraktion. Dieser bietet Platz für fast 3.600 Menschen und wäre auch heute noch im Ernstfall einsatzbereit. Jedoch ist der Platz sehr begrenzt und jeder freie Platz wäre in der Notsituation von übereinander gestapelten Feldbetten ausgefüllt. Die Lebensbedingungen im Bunker sind nahezu unmenschlich. Für jede Person gäbe es nur zwei Liter Wasser pro Tag, welches zum Waschen, Kochen und Trinken ausreichen müsste. Außerdem herrschen in dem Bunker 30°C und eine Luftfeuchtigkeit von ca. 90%. Falls sich z.B Krankheiten ausbreiten oder radioaktive Gase ausbreiten sollten, kann der Bunker durch eine Schutzwand geteilt werden.

Alles in einem hat uns das Museum einen prägenden Eindruck hinterlassen und uns die Geschichte Berlins gut vermittelt.

Fenja, Marie und Lisa (10/4)

 

 

 

 

 

 

 

Seite zuletzt geändert am 10.04.2016, 19:29 Uhr von Ralph Werner-Dralle
 

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