Bericht von der Tut-Fahrt nach Leipzig

 

 

Nach langem Hoffen und Bangen und einem eigentlichen “Nein” wegen des „Klassenfahrtenboykotts“ ging es am 05.10., zur Freude der 12er, auf die lang ersehnte Tut-Fahrt. Die Tut-Gruppen von Herrn Niederhöfer (von Frau Wrede vertreten), Herr Schroeder-Schroedter (Vertretung für Frau Schreiner), Frau Lösch und Herr Koch sind mit zwei Bussen nach Leipzig gefahren.

Morgens um 8:00 ging es dann für uns in Neu Wulmstorf an der Hauptschule los; - eine ca. 6 stündige Busfahrt lag vor uns. Frau Wrede und Herr Koch hatten ein kleines Entertainmentprogramm für uns vorbereitet. Es gab Bingo und sogar Preise für die ersten Plätze. Nach unserer Ankunft am Hostel SleepyLion konnten wir nur kurz unsere Sachen abstellen und die Betten beziehen, bis es dann auch schon weiter zum Völkerschlachtdenkmal ging. Dort hatten wir eine Führung und sind anschließend rund 400 Treppenstufen auf einer sehr engen Wendeltreppe bis aufs Dach geklettert.

Abends war der Weg zum Essen für uns sehr kurz, da es auf der anderen Straßenseite zum Griechen ging, aus dem heraus wir eine waschechte LEGIDA-Demonstration beobachten konnten, welche nur gut 50 Meter von uns entfernt stattfand. Das große Polizeiaufgebot war eindrucksvoller als das Essen. Die gesamte Gegend war voll von Polizei, Demonstranten und Gegendemonstranten. Bis um 22:00 hatten wir dann Freizeit und konnten uns in Leipzig frei bewegen.

Zu Beginn des zweiten Tages ging es dann zu Fuß durch Leipzig mit einer Stadtführung, welche an der Kirche vorbei ging, von der aus die „friedliche Revolution“ in der DDR ihren Anfang fand. Die Führung endete schließlich an der Universität Leipzig. Dort wurde zu Mittag gegessen, was eindeutig besser war als von vielen erwartet. Kurzzeitig wehte ein Hauch Studentenleben durch unsere Schülergruppe. Nach einer kurzen Freizeit folgte weiteres Kulturprogramm. Für die meisten von uns bestand dies aus dem Besuch des Leipzigers Zoo, welcher eine sehr moderne Innovation vorzeigen kann. Schon von weiter weg kann man eine große weiße Kuppel sehen. Das Godwana-Land. Tropisches Klima und auch dazu passende Tiere und Pflanzen sind dort zu finden. Mit einem kleinen Boot ging es dann einen Fluss entlang, zunächst durch die Evolutionsgeschichte und dann durch die Tropen.

Bevor wir in das Tropenhaus gegangen sind, hatten wir noch eine Führung durch den Zoo, wo wir nicht nur interessante Fakten über die Tiere selbst erfahren konnten, sondern auch über den Zoo an sich.

Von da an hatten wir den Rest des Tages Freizeit; - auch an diesem Abend haben sich viele von uns in schöne Lokale gesetzt und einfach den Abend ausklingen lassen.

Mit Beginn des dritten und letzten Tages gab es wieder Kultur für uns und zwar im “Museum in der Runden Ecke”, einem Stasi-Museum. Das Klima in dem Museum war für die „Kränkelnden“ unter uns eher nicht so gut, weshalb sich viele nicht wirklich auf das Gesprochene konzentrieren konnten, obwohl der Museumsführer wirklich interessante Dinge aufgezeigt hat.

Nach kurzer Freizeit haben wir uns dann am Hostel getroffen und einfach nur flott das Gepäck in den Bussen verstaut und sind dann auch schon losgefahren. Auch auf der Rückfahrt gab es von Herrn Koch und Frau Wrede ein Entertainmentprogramm für uns Schüler. “Schlag den Lehrer” hieß die Abwandlung von Stefan Raabs Gaming-Show. Die Lehrer haben sich unterschiedliche 1vs.1-Spiele ausgedacht, bei denen sich am Ende Lehrer und Schüler gegenseitig auf die Hände geschlagen hatten, natürlich jeder ganz brav angeschnallt auf den Plätzen. Trouble mit der Bustoilette gab es immerhin nur in einem der Busse, jedoch wurden wieder zwei Pausen gemacht, in denen man in Ruhe auf eine Toilette gehen oder auch etwas essen konnte. Durch einen Unfall auf der Autobahn standen wir eine ganze Weile einfach nur, ohne uns fortzubewegen, jedoch haben uns die Spiele mit den Lehrern sehr gut abgelenkt und uns die Müdigkeit genommen, die zu Beginn noch den gesamten Bus stumm gemacht hatte. Man sollte wohl doch nachts mehr schlafen.

Zusammenfassend war es eine gelungene Tut-Fahrt, auch wenn sie für unseren Jahrgang recht kurz ausgefallen ist. Dennoch sind wir alle froh, dass es überhaupt noch zustande gekommen ist, dass wir gemeinsam mit unseren Tutoren oder deren Vertretern eine kleine Reise machen konnten und die meisten von uns sicherlich auch neue Eindrücke gewonnen haben.

 

Charlotta Wille

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Frau Wrede (Wr)

Seite zuletzt geändert am 16.10.2015, 10:05 Uhr von Ralph Werner-Dralle
 

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