Theodor Fontane (1819-1898) 

Fontane, der berühmteste Autor des bürgerlichen Realismus, war zunächst Apotheker in Neuruppin, gab diesen Beruf jedoch 1849 auf und wurde Korrespondent einer Berliner Zeitung in England, dann Kriegsberichterstatter, schließlich Theaterkritiker und ab 1870 freier Schriftsteller. Berühmt wurde er zuerst durch seine Heldenballaden, die auf historischen Fällen beruhten und menschliche Größe darstellten, dann durch seine Reiseberichte, die seine Heimat Brandenburg detailgenau beschrieben und vor allem durch seine Gesellschaftsromane, in denen er die Welt der Offiziere und Beamten, des Landadels und der Bourgeoisie, aber auch des Kleinbürgertums und der Dienerschaft im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts skeptisch und ironisch, aber auch gütig und einfühlsam abbildete. Seine bekanntesten Romane neben "Effi Briest" sind "Irrungen und Wirrungen", "Frau Jenny Treibel" und "Der Stechlin".

 

 

Inhalt

Effi von Briest, ein Mädchen aus märkischem Landadel, heiratet im Alter von 17 Jahren den wesentlich älteren und ehrgeizigen Baron von Instetten, der in seiner Jugend bereits ihre Mutter umworben hatte, zieht mit ihm nach Kessin, einen kleinen Badeort in Hinterpommern, wo Instetten Landrat ist, langweilt und ängstigt sich in dessen gespenstischem Haus und hat schließlich eine unbedeutende, kurze Affäre mit dem Landwehrbezirkskommandeur von Crampas, die sie bald vergisst, als ihr Mann Karriere macht und nach Berlin versetzt wird.

DurchZufall erfährt Instetten aber nach sieben Jahren von der Affäre, tötet den Liebhaber seiner Frau im Duell, verstößt Effi, wie es der Ehrenkodex seiner Klasse verlangt, obwohl er sie immer noch liebt, und entzieht das gemeinsame Kind dem Umgang mit seiner Mutter.

Effi stirbt, gesellschaftlich verfemt, im Alter von 30 Jahren im Elternhaus, in das sie kurz vor ihrem Tod wieder aufgenommen wurde.

Obwohl Fontane viel Verständnis für die Forderung der Gesellschaft nach ehelicher Treue und die Konsequenz Instettens zeigt, entlarvt er doch die Unnatürlichkeit und Herzlosigkeit der moralischen Konventionen.

Der Roman beruht auf einem tatsächlichen Vorfall, der seinerzeit viel Aufsehen erregte.

 

Zur Inszenierung

Inszeniert wird das Theaterstück als Auseinandersetzung einer Schülerin, die den Roman "Effi Briest" lesen muss, mit der Ihr fremden Welt des 19. Jahrhunderts mit ihrer festen Rangordnung und strengen gesellschaftlichen Normen.

Erzählt wird die Geschichte Effis, die sich über 13 Jahre erstreckt, von zwei Landadeligen, die aus der Ahnengalerie heraustreten, erbarmungslos die gesellschaftlichen Normen vertreten und die Tragödie sarkastisch kommentieren.

Während diese Landadeligen als Karikaturen erscheinen, wird Instetten, der glaubt, Effis Leben und sein eigenes Glück dem "gesellschaftlichen Ganzen" opfern zu müssen, als tragische Figur dargestellt.

Die Schülerin, die den Roman lesen muss, kann Instettens Entscheidung letztendlich nicht nachvollziehen. Im Gegensatz zu Effi, die am Ende ihres Lebens Instetten von jeder persönlichen Schuld freispricht, fragt sie sich, ob wahre Liebe Grenzen kennt.

 

Eine Schülerin (Isabel Koch) liest pflichtgemäß "Effi Briest", identifiziert sich mit der Titelfigur und wird zu Effi Briest.

 

Die Portraits der Landadeligen (Jule Körber und Charlotte Camerer) werden lebendig und kommentieren das Geschehen auf der Bühne.

Effis Mutter (Nele Detjen) und Effi beim Sticken.

Effi im Kreis ihrer Freundinnen Hertha (Christina Geerz), Hulda (Anke Erhorn) und Bertha (Janina Popp)

Effis Freundin Bertha (Janina Popp)

Effis Eltern (Nele Detjen und Sönke Kapp) stoßen mit Instetten (Matthes Mauer) und Effi auf deren Verlobung an. Der alte Briest hält eine seiner gefürchteten Reden.

Instetten stellt seinen Angestellten Johanna (Sarah Gerauch) Friedrich (Susanne Bartens) seine Frau vor. 

Effi erhält einen Blumenstrauß von Dr. Gieshübler (Christian Rieck), der auch bald danach seine Aufwartung macht.

Frederieke Körber und Sabrina Berger spielen acht geschwätzige Landadelige, bei denen Effi nach und nach vorstellig werden muss.

In Instettens Haus in Kessin spukt es. Effi bittet Johanna um Aufklärung über den Chinesen, der nachts durch die Zimmer schlurft.

Der Auftritt der Sängerin Marietta Trippelli, bürgerlich: Marie Trippel (Lena Arnold), ist eine Abwechslung im öden Kessin.

Major von Crampas (Derk Ihler) und Dr. Gieshübler lauschen andächtig.

Unter der Regie von Dr. Gieshübler spielen Effi und Crampas voller Pathos "Ein Schritt vom Wege".

Bei ihren Spaziergängen am Strand weichen die beiden auch in der Realität bald vom Wege ab.

Effi ist erleichtert, als Instetten nach Berlin versetzt wird.

Roswitha (Nadine de Decker) erzählt Effi die Geschichte vom feurigen Eisen, mit dem ihr Vater sie verfolgt hat, und wird als Kinderbetreuerin eingestellt.

Als Effis Tochter Annie (Melanie Ball) sich verletzt, werden die alten Liebesbriefe von Crampas gefunden.

Als Effi nach vielen Jahren ihre Tochter wiedersehen darf, begegnet sie einem dressierten Kind.

 Todkrank kehrt Effi in das Haus ihrer Eltern zurück, wo sie im Alter von 30 Jahren stirbt.

Die Hauptdarsteller nehmen den Applaus des Publikums entgegen.

Das Bild zeigt dreieinhalb Näherinnen, die die schönen Kleider der Darstellerinnen geschneidert haben.

Angelika empfängt einen Blumenstrauß von Herrn Lindemann in einem Kleid (natürlich in Lila), das die Schneiderinnen so nebenbei für sie angefertigt haben.

 

 

Danksagungen

Die Theater-AG dankt ganz herzlich:

Frau Rinn-Bartens für professionelle Hilfe beim Entwerfen und Anfertigen der Kostüme,

Frau Körber, Frau Tarnaske und Frau Thielmann für Näharbeiten,

Herrn Putzmann für technische Hilfe und allerlei

und allen anderen, die uns mit Kuchen, alten Kerzenständern und gutem Rat unterstützt haben.

Seite zuletzt geändert am 18.12.2008, 23:55 Uhr von Edmund Linden
 

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