Fachbereich Deutsch:

Nachteilsausgleich und Abweichen von den allgemeinen

Grundsätzen der Leistungsfeststellung

 

 

 

Allgemeine Einführung:

 

 

Der Nachteilsausgleich ist vom Abweichen von den allgemeinen Grundsätzen der Leistungsfeststellung und -bewertung abzugrenzen. Deshalb sind zur Dokumentation auch unterschiedliche Formulare zu verwenden.

 

Hilfen im Sinne eines Nachteilsausgleichs sind vorrangig vor dem Abweichen von den allgemeinen Grundsätzen der Leistungsfeststellung vorzusehen.

 

Der Nachteilsausgleich darf nicht zu einer Abwertung der Leistungen führen. Deshalb sind Hinweise auf den Nachteilsausgleich in Arbeiten und Zeugnissen nicht statthaft.

 

Das Abweichen von den allgemeinen Grundsätzen der Leistungsfeststellung wird hingegen als Bemerkung in die Zeugnisse aufgenommen (Ausnahme: Abgangs- und Abschlusszeugnisse).

 

Beide Vorgänge werden grundsätzlich auf den Zeugniskonferenzen (zugleich Klassenkonferenzen) besprochen und beschlossen.

 

 

Hilfen im Sinne eines Nachteilsausgleichs können sein:

 

Ausweitung der Arbeitszeit (z.B. bei Klassenarbeiten und Tests)

 

Bereitstellung von Hilfsmitteln (z.B. elektronische Hilfen, Wörterbuch)

 

Nutzung methodisch-didaktischer Hilfen (z.B. Strukturierungshilfen für die Kontrolle eines Diktats, Übersicht über allgemeine Rechtschreibregeln, Vorgabe des Diktatschemas (ein Strich pro Wort, Einfügen kleinerer Wörter und Zeichen))

 

Aussetzen der Bewertung der Rechtschreibleistung in Aufsätzen (nur in Klasse 6)

           

 

Abweichungen von den allgemeinen Grundsätzen der Leistungsbewertung können insbesondere sein:

 

stärkere Gewichtung mündlicher Leistungen (z.B. 60:40 statt 50:50)

 

zeitweiliger Verzicht während der Förderphase auf eine Bewertung der Lese- und Rechtschreibleistung (in Diktaten und Aufsätzen (dort ab Klasse 7))

 

Reduzieren der Leistungsanforderungen im Schwierigkeitsgrad (z.B. beim Diktat: Vorlegen des gesamten Diktattextes oder der erwarteten Fehlerschwerpunkte während des Diktats oder im Anschluss)

 

 

 

Grundsätze am GNW im Umgang mit Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben:

 

Folgende Grundsätze gelten für beide Verfahren (Nachteilsausgleich und Abweichen von den allgemeinen Grundsätzen der Leistungsfeststellung):

 

 

1.        

 

Die Schule verantwortet die Entscheidung über den Nachteilsausgleich bzw. das Abweichen von den allgemeinen Grundsätzen der Leistungsfeststellung.

 

Ein Konsens mit den Erziehungsberechtigten ist erstrebenswert, aber nicht zwingend erforderlich.

 

Die Fachlehrkräfte beraten in enger Kooperation mit der Klassen- und Schulleitung (Koordinatorin). Gutachten von dritter Seite können dabei herangezogen werden.

 

Die Klassenkonferenz gewährt (auch nachträglich) durch Beschluss den von Fachlehrkräften und Schulleitung ausgearbeiteten Vorschlag.

 

 

2.        

 

Sowohl der Nachteilsausgleich als auch das Abweichen von den allgemeinen Grundsätzen der Leistungsfeststellung werden nur Schülerinnen und Schülern gewährt, die eine erkennbare Teilleistungsschwäche im Lesen und/oder Rechtschreiben haben.

 

Die Leistungen in den übrigen Kompetenzbereichen des Deutschunterrichts und anderen Kernfächern müssen signifikant besser sein.

 

 

3.        

 

Beide Vorgänge sind an eine (schulinterne oder -externe) Förderung gebunden.

 

Bei einer externen Förderung müssen die Erziehungsberechtigten auf Verlangen der Schule den Nachweis erbringen, dass die dort angewendeten Fördermaßnahmen konzeptionell und methodisch durchdacht sind.

 

Die Gewährung des Nachteilsausgleichs bzw. des Abweichens von den allgemeinen Grundsätzen der Leistungsfeststellung ist an das erkennbare Bestreben der Schülerin bzw. des Schülers gebunden, im Rahmen einer Förderung die Probleme zu minimieren.

 

 

4.        

 

Sowohl der Nachteilsausgleich als auch das Abweichen von den allgemeinen Grundsätzen der Leistungsfeststellung werden nur für einen begrenzten Zeitraum gewährt (längstens ein Schuljahr).

 

Eine Verlängerung kann gewährt werden. Die vereinbarten Maßnahmen müssen aber vor einer Verlängerung auf ihre Wirksamkeit hin überprüft und ggf. verändert werden.

 

Ziel muss es grundsätzlich sein, die Hilfen für die betroffenen Schülerinnen und Schüler im Verlauf des Schulbesuchs am GNW zurückzufahren, da durch die ergriffenen Fördermaßnahmen die Teilleistungsschwächen minimiert werden sollen.

 

 

5.        

 

Beide Vorgänge sind sorgfältig von den Fachlehrkräften zu dokumentieren.

 

Festzuhalten sind:        

 

- Art des Problems beim Kind

- gewährte Hilfen bzw. Abweichung von den allgemeinen Grundsätzen der   

   Leistungsfeststellung  

- Zeitraum der Maßnahme

- Ort und Maßnahmen der Förderung

- Zielvereinbarungen

- ggf. auch die Ergebnisse der Beratung mit den Erziehungsberechtigten

 

Der Beschluss über einen Nachteilsausgleich bzw. ein Abweichen von den allgemeinen Grundsätzen der Leistungsfeststellung muss den vorgesehenen Stellen (siehe Formular) übermittelt werden.

 

Die Dokumentation muss sowohl der zuständigen Koordinatorin ausgehändigt als auch in der Schülerakte abgelegt werden.

 

 

 

 

Neu Wulmstorf, den 18.10.2016                                                        Markus Bröer

Seite zuletzt geändert am 07.02.2017, 16:28 Uhr von Markus Bröer
 

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