Studienfahrt nach Italien – Sorrento 2006

 

 

Samstag, 07.10.06

Endlich ging’s los nach Italien. Raus aus dem Alltag, aus der Kälte, aus der Schule und Rein in den Stress, in Hitze und alte Steine und Staub.

Um 11.15 Uhr trafen wir uns am Flughafen, wobei die meisten Schüler schon einige Minuten warteten; die Lehrer kamen natürlich zu spät! Nach einem leicht holprigen Flug und fast einer  Bruchlandung kamen wir in Rom an, von wo es mit dem Bus auch gleich weiter nach Sorrento ging. Die Busfahrt dauerte geschlagene 4 Stunden, die wir uns mit Essen, Musik-Hören und viel guter Laune verbrachten. An der Küste bewunderten wir erstmal die ganzen Lichter über der nächtlichen Stadt und die weiße Brandung des Meeres.

Um 21.00 Uhr waren wir schließlich an unserem Ziel: der Camping Platz „Nube d’Argento“. Doch da erschien auch so gleich unser erstes Problem; unsere sorgfältige Bungalowverteilung wurde in den Sand gesetzt und wir mussten uns neu aufteilen.

Danach kam nur noch Auspacken, Essen und ab ins Bett!

 

 

Sonntag, 08.10.06

Nach Aufstehen, Anziehen und Frühstück treffen wir uns um 9.00 Uhr vor den Lehrer-Bungalows. Wir machen uns durch die Altstadt von Sorrento auf den Weg zum Bahnhof und fahren eine etwas längere Strecke in der „erstklassigen“ und durch Graffiti sogar farbig gestalteten Bahn nach Ercolano. Dort wandern wir ebenfalls durch den halben Ort, der nur so mit Müll überseht schien (die örtlichen Behörden streikten), und landen in der Kulturstätte Herculaneum.

Wir schauen uns mehrere Ruinen an, bei denen wir auch die ersten heiß erwarteten Referate zu hören bekommen. Nach einer kurzen Mittagspause finden wir schließlich aus den alten Steinen und dem Staub heraus und machen uns auf zurück zum Bahnhof.

Nun geht’s mit Taxis hoch zum Vesuv! Wir konnten dabei von Glück reden heil oben angekommen zu sein, da einer der Busse die Planken gerammt hatte, während   anderen mit ewigem Bremsen und wieder Gasgeben durch Serpentinen fuhren. Oben angekommen erwartete uns die nächste Überraschung: wir musste zum Krater wandern bei einer nicht gerade unerheblichen Steigung. Zudem kam noch, dass wir von den herrschenden Höhenwinden beinahe den Boden unter den Füßen verloren und uns den Popo abfroren (für die folgenden Lateiner: nehmt was Warmes mit). Wir hatten eine unglaubliche Aussicht über die gesamte Küstenregion und genossen mal wieder ein aufschlussreiches Referat.

Auf dem Rückweg hingen wir dann alle in den Seilen und waren froh wieder „zu Hause“ zu sein.

Die einen gingen noch Essen, während andere sich mit Wasser (und anderen Getränken)für den nächsten Tag versorgten.

 

 

Montag, 09.10.06

In aller Herrgottsfrühe wurden wir aus dem Schlaf gerissen, weil wir schon um 7.30 Uhr aufbruchbereit für Capri sein mussten. Als ob das noch nicht genug wäre, liefen wir noch reichlich benommen zum falschen Hafen und mussten dann zum richtigen Anleger hetzen. Dort er fuhren wir zu unserem Verdruss, dass unser Schiff erst eine Stunde später fährt, also alles um sonst!

Die Schifffahrt verlief relativ ruhig, da der Großteil unserer Truppe sich die Zeit mit Schlafen oder Dösen vertrieb.

Am Hafen von Capri traf uns dann der nächste Schock: wir mussten mal wieder wandern! Aber diesmal einen halben Tag Stufen bergauf und später wieder zurück. Wir liefen zunächst auf den Gipfel zur Villa Jovis, wo mal wieder einige Referate erwartet wurden und erneut einen tollen Ausblick auf das türkise Meer genießen konnten. Nun nahmen wir unser nächstes Ziel in Angriff: den Strand! Er lag vom Hafen aus direkt auf der anderen Seite der Insel, also mussten wir schon wieder laufen.

 Wir waren schon voller Vorfreude, als wir dort ankamen, Sonne, Strand und Meer - und wurden bitter enttäuscht! Man stelle sich einen Strand vor, der aus lauter riesigen Kieselsteinen bestand ... immerhin hatten wir erfri-schendes Wasser und Sonne satt, in welcher wir uns auch sogleich bräunten.

Nach mehreren Pizzas, die ein Großteil der Klasse verdrückte, mussten wir aber auch schon wieder los. Wie war das noch mal? Ach ja, wir wanderten zurück! Am Hafen mussten wir, wie so oft, auf unsere zwei Lehrer warten, welche erst noch nach dem Weg fragen mussten J

Nach einer aufregenden Bootsfahrt landeten wir schließlich wieder in Sorrento und machten uns auf zu unseren Bungalows.

Abends gingen einige wagemutige Essen, während andere es sich nach dem anstrengenden Tag bequem machten.

 

 

Dienstag, 10.10.06

Um 8.45 Uhr findet unser tägliches Treffen vorm Meyer-Bienert-Bunker statt. Nach kleinen Verspätungen können wir endlich losziehen. „Auf nach Pompeji“, ist Fr. Meyer-Bienert Anweisung, die auch alle befolgen. In Pompeji angekommen müssen wir allerlei Referate über uns ergehen lassen, u.a. das Amphitheater, den Isis-Tempel, die Tuchwalkerei… Alle sind etwas genervt und gelangweilt von den vielen Referaten. Nichtsdestotrotz müssen wir uns noch weitere anhören. Doch vorerst wird eine einstündige Pause gemacht, die zum Essen und Trinken genutzt wird oder um noch einmal sein Referat durchzugehen.

Anika, Jenny, Sabrina, Katharina, Carina und Niki haben sich an der „Tür mit dem Plop-Geräusch“, die mit Abstand am lustigsten in ganz Pompeji war, erfreut. Viele Straßenhunde laufen in ganz Pompeji herum. Marijke und Co haben sich einen angelacht und ihn auf den Namen Bene getauft. Nachdem wir auch diesen anstrengenden Tag überstanden haben und zum Schluss noch ein Gruppenfoto aufm Forum gemacht wurde, geht es mit der Bahn, in der wir zum wiederholten Male von englischen Touri-Omas angequascht werden, nach Hause. Das waren zu viel alte Steine!!!

Leider endet der Tag nicht sehr erfreulich, denn wir haben noch einen Krankenfall: Katharina muss später noch mit Fr. Konle ins Krankenhaus, da ihr Auge ganz geschwollen ist, doch keiner fühlt sich für sie verantwortlich. „Am nächsten Tag soll sie wiederkommen“, lautet der Befehl der Ärzte.

Abends findet wie jeden Tag das nächtliche Colloquium statt. 

 

 

Mittwoch, der 11.10.06

Endlich ausschlafen- mehr oder weniger… Ruhetag ist angesagt. Es soll zum Baden nach Nerano gehen. Danach versammelt sich alles um 10.30 Uhr, außer den Kranken, u.a. Fr. Meyer-Bienert, die mit Katharina ins örtliche Krankenhaus musste.

 Vorm Bus gab es erstmal Theater, weil wir uns falsch angestellt hatten, was im Nachhinein doch richtig war, denn die Schlange, an der wir zuerst anstanden, hat sich für Amalfi angestellt. So was Blödes! Die Busfahrt ist für einige der reinste Horror. Kurven über Kurven… Da ist vielen schlecht geworden.

Endlich erreichen wir Nerano und gehen auch sofort, nachdem alle anwesend sind, mit Fr. Konle zum Kiesel-Algen-Strand. Auch an diesem Tag blieb uns das Wandern nicht erspart, denn wir sind aus Versehen auf einem Privatstrand gelandet. Im Wasser gibt’s dann aber, am richtigen Strandabschnitt, die wohlverdiente Entspannung nach den ganzen „Wandertagen“.

 

Am Nachmittag geht’s wieder zurück zum Campingplatz und abends zum Pizzaessen mit der ganzen Mannschaft. Die Meinungen über die Pizza gehen auseinander: die meisten finden sie lecker, andere wiederum überhaupt nicht. Einigen liegt sie auch schwer auf dem Magen. Nach dem Pizzaessen gehen viele, vor allem die Mädels bummeln durch die kleinen Gassen. Leider ist es schon recht spät und viele Geschäfte haben schon längst zu, also ist die Ausbeute recht gering.

 

 

Donnerstag, 12.10.06

Wie schon viele Tage zuvor früh aufstehen und zum Bahnhof laufen. Uns steht ein weiterer, aufregender und spannender Tag in Pompeji bevor. Die Bahnstrecke kennen wir inzwischen in- und auswendig, doch sie ist ganz praktisch um noch ein letztes Mal sein Referat zu überfliegen.

Das erste Referat an diesem Tag ging über das Lupanar (zu Deutsch Bordell). Hier kam der erste Schock des Tages: das Lupanar war hoffnungslos überfüllt; in erster Linie von älteren Leuten mit ihren Führern. Dicht gedrängt quetschten wir uns durch das kleine Haus, mit seinen steinernen Betten und den berühmten Wandmalereien. Danach ging es zur Bäckerei, wo eine Störung nach der anderen vorbei kam. Carina hatte gerade mit ihrem Referat angefangen, als ein italienischer Führer mit seiner Touristengruppe in die Bäckerei stolperte. Zuerst wollte er uns in die hinterste Ecke scheuchen und Carina dann auch noch verbieten ihr Referat vorzutragen. Kurz nachdem dieses besondere Beispiel an Höflichkeit verschwunden war, erschien der Nächste, dicht gefolgt vom Dritten und Vierten. Unsere Lehrerinnen konnten sich zum Preis der Heiserkeit durchsetzen.

Danach folgten vier weitere Referate über das Bankwesen, die damalige Medizin, welche bei einigen Übelkeit hervorrief, über den Friedhof und über die Mysterienvilla, wo wir einiges über Wandmalereien lernten.

Nach einer weiteren Wanderung durch mehrere unangenehm riechende Straßen landeten wir dann im Museum Boscoreale und in der Villa Regina; auch hier mussten wir Referate erdulden. Aber wir freuten uns bereits, weil nun alle überstanden hatten.

Wir fuhren endlich zum Camping Platz zurück und genossen einen entspannten Abend, den die meisten am eiskalten Pool verbrachten, wobei einige samt Klamotten (Nadine) baden mussten.

 

 

 

 

Freitag, 13.10.06

Amalfi! Wir freuten uns auf einen entspannten Tag am Strand.

Nach einer kurvigen Busfahrt an Italiens Serpentinen reicher Steilküste überlebten wir sie nur leicht angeschlagen. Während wir auf den Rest der Truppe warteten, wir mussten nämlich in verschiedenen Bussen fahren, erfuhren wir jedoch von zwei weiteren Besichtigungen, die uns noch bevorstanden. Zuerst gingen wir in eine katholische Kathedrale unter dem Einfluss des muslimischen Baustils, wo wir das Grab des Heiligen Andreas betrachteten. Danach ging es zu Frau Konles größter Freude in das Papyrus-Museum, in dem wir sogleich eine Führung durch die altmodischen Keller mit ihren Steinzeitmaschinen zur Papierherstellung erhielten.

Nun waren wir erlöst und konnten an den Strand! Natürlich fanden wir auch hier wieder riesige Kiesel vor, wie an den vorhergehenden Stränden ebenfalls. Davon 

ließen wir uns aber nicht abschrecken, wir hatten uns ja mittlerweile daran gewöhnt, und sprangen sofort ins kühle Nass des Meeres.

Der Nachmittag war sehr erholsam und so freuten wir uns auch auf die Rückfahrt mit dem Schiff, wo wir einen traumhaften Sonnenuntergang über dem Meer miterlebten, da wir erst in der Nacht wieder in Sorrento ankamen.

An diesem letzten Abend setzten wir uns noch einmal alle zusammen und feierten bis spät in die Nacht, wobei es leider auch einige Auseinandersetzungen zwischen Schülern und Lehrern gab.

Aber trotzdem war diese Nacht ein gelungener Abschluss der Woche.


Samstag, der 14.10.06

Einige haben eine lange durchzechte Nacht hinter sich und kaum geschlafen. Dementsprechend sind noch alle müde.

Vor dem Meyer-Bienert- Bunker wird sich samt Koffer versammelt und den kurvigen Hügel, den wir die letzten Tage tausendmal bestiegen und hinab gestiegen sind, hinauf gewandert. Alles ist müde von der langen, fast schlaflosen Nacht, kein Wunder, dass viele im Bus schlafen. Nach einer Rast auf der Hälfte der Strecke geht es weiter Richtung Flughafen Fiumicino Rom. Vor den Air Berlin Schaltern ist eine lange Schlange, aber die Schalter sind immer noch nicht geöffnet. Als nun endlich die Schalter benutzbar sind, ist genau der Schalter, vor dem wir stehen, außer Betrieb. Fr. Konle begibt sich also an den dritten Schalter und alles aus der Klasse folgt. Doch es gibt Probleme, wie soll es auch anders sein, denn man kann ja nicht ohne Probleme auskommen ;-) Wir müssen uns durch eine Menschenmenge, die am 2. Schalter ansteht, durchquetschen. Viele Leute beschweren sich, weil sie unbedingt und so schnell wie möglich einchecken müssen. Es gibt aber auch nette Menschen, z.B. eine Frau, die uns einen Durchgang freimacht. Völlig fertig mit den Nerven sitzen wir schließlich im Aufenthaltsraum und warten auf das Boarding. Mit ca. 25min.Verspätung steigen wir ins Flugzeug. Landung um ca. 19.00 Uhr in Hamburg. Fantastischer Blick auf Hamburg bei Nacht, der Flug war sehr gut, ab und zu die einen oder anderen Luftlöcher. Am Kofferband ist Sabrinas Koffer nicht dabei, doch auch dieses Problem ist zwei Tage später gelöst…

 

 

Seite zuletzt geändert am 29.01.2009, 23:53 Uhr von Ralph Werner-Dralle
 

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