Mutig – Kreativ – Gut!

Die Aufführung von „Papagenos Zauberflöte“ hat  Zeichen am GNW gesetzt!

  

 

 

Das Forum des GNW war am 15. Januar 2009 gut mit Neugierigen gefüllt, die etwas sehen, hören und erleben wollten, was es sonst nur in Hamburg in der Staatsoper zu bestaunen gibt: Eine Oper! Und dazu auch noch ein solches Schwergewicht wie „Die Zauberflöte“ von W.A. Mozart! Der Musik-LK unter der Leitung von Frau Brömel-Schäfer hatte sich im Rahmen der einschlägigen Vorgaben zum Zentralabitur an das ambitionierte Vorhaben gewagt, die „Zauberflöte“ nicht nur zu rezipieren und zu analysieren, sondern sie sich handelnd zu erschließen, - indem sie auf die Bühne gebracht wurde. Um es vorweg zu sagen: Die Neugierigen wurden in ihren Erwartungen nicht enttäuscht, denn die Aufführung zeigte Leistungen, wie man sie von Schülerinnen und Schülern nicht erwarten kann. Die stehenden Ovationen am Ende waren deshalb der logische und verdiente Abschluss einer Phase harter Arbeit für das gesamte Team.

 

 

Natürlich konnte sich ein Musikkurs mit einem begrenzten Kontingent an Probenzeit und Arbeitskraft nicht auf die gesamte Oper einlassen. Deshalb hatte der Musik-LK sich für eine originelle Bearbeitung entschieden, in der viele der zentralen Szenen und Musikstücke der Oper enthalten waren, die aber dennoch eine Kürzung erlaubte. Die Opernhandlung wurde in die Vergangenheit gelegt und mittels Rückblenden aktiviert, und zwar von einer Zeitebene aus, in der Papageno und Papagena schon ein langjähriges Paar sind und viele viele Kinder miteinander haben. Diese Kinder – allen voran der kleine Papakuckuck (Astrid M.)  – hören natürlich schrecklich gern den Papa (Shaun G.) die großartigen Ereignisse der Vergangenheit berichten, als er zusammen mit Tamino (Daniel W.) gewaltige Abenteuer bestand, um ihre Angebeteten zu erringen. Die Bildhaftigkeit der auch musikalisch untermalten Papageno-Erzählungen ist so groß, dass die Kinder unversehens auf die Bühne springen, um Papas Erlebnisse nachzuspielen, - und schwupps - sind wir mittels dieses dramaturgischen Kniffs mitten in die „Zauberflöte“ und ihre Handlung hinein „gebeamt“!

Wunderbar, wie der junge Prinz Tamino von der Königin der Nacht (Claudia F.) aufgefordert wird, zusammen mit dem tapsig-großspurigen Papageno (Björn K.) seine Pamina zu suchen, die Papageno dann mühevoll mit Hilfe eines eigentlich eindeutigen Bildes identifiziert; und als schließlich Sarastro (Dustin R.) würdevoll in seinem Triumphwagen über die Vorbühne gezogen wird, huldvoll ins Publikum grüßend, kann sich fast keiner der Zuschauer noch halten vor Lachen. Überhaupt zeichnete sich diese Aufführung durch den Wechsel an spielerischer Leichtigkeit, Kreativität und der Gradlinigkeit aus, mit der die Schülerinnen und Schüler sich den „klassischen“ Arien, Duetten und Quartetten annäherten und sie sich aneigneten! Dabei war für mich die Pamina (Miriam F.) der „Shootingstar“ des Abends, denn sie schaffte es, das Publikum mit der jeweiligen Situation und Gefühlslage ihrer Figur mitlachen und mitleiden zu lassen, egal ob im Duett „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ mit Papageno (Björn K.), von beiden sehr sauber und einfühlsam gesungen, oder in ihrer großen Arie „Ach, ich fühl´s, es ist verschwunden“, als sie um Taminos Liebe bangt und das Publikum fast feuchte Augen bekam.

 

 

Wirkungsvoll und gut überlegt war auch der Einsatz des Mikrofons bei den beiden Arien der Königin der Nacht (Claudia F.), deren Auftritt dadurch eine der Wirklichkeit entrückte, geradezu dämonische Qualität gewann. Auch die Figur der Papagena, zunächst als lockende Alte (von Johanna K. dargestellt) darauf bedacht, Papageno zu Heldentaten zu motivieren, und dann später als lebenslustige „Voll-Mutter“ (Antonia M.) zusammen mit Papageno zu lateinamerikanischen Rhythmen in einem großen Schluß-Furioso, konnte in Konzeption und Darstellung begeistern.

 

Im Rahmen einer Kritik ist es immer schwierig, allen Darstellerinnen und Darstellern gerecht zu werden. Deshalb ist diese Aufzählung von Figuren und Darstellern nicht abschließend gemeint, es handelt sich eher um subjektive Spots auf Aspekte und Impressionen, die sich eingeprägt haben. Viele Leistungen daneben konnten zwar nicht so zentral wahrgenommen werden, waren aber ebenso wichtig für das Gelingen des Ganzen. Ob das die „Damen“ sind (Carolin S., Katja M., Melissa-Sue M., Jessica K., Julica Sch., Johanna K. und Astrid M.), die Techniker im Hintergrund (Jannick B., David W., Ulf-Simon T.) oder die Produktionsleiterin Carina A. sowie der ganze Kunstkurs von Herrn Waldbüßer, der bei dem Bühnenbild mitgewirkt hat. Sie alle waren Bestandteil einer funktionierenden und begeisternden Inszenierung und wurden daher zum Schluss noch einmal ausdrücklich in den Dank einbezogen. Besonders hervorzuheben sind hier auch die musikalischen Leistungen von Daniel W., Miriam F., Sebastian L. und Johanna K., die durch ihre Darbietungen am Klavier und der Querflöte dem Ensemble eine solide Grundlage für Gesang und Spiel gaben.

 

Text: Werner-Dralle; Fotos: Jonas Schulz

 

 

 

 

 

 

 

Seite zuletzt geändert am 21.01.2009, 18:33 Uhr von Ralph Werner-Dralle
 

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