Hamburg-Exkursion des Erdkunde-LK

 

Am Mittwoch, d. 19.6. machten wir (Erdkunde-Leistungskurs von Herrn Schomann) bei großer Hitze eine stadtgeographische Exkursion nach Hamburg, bei der wir uns die Entwicklung von 3 Stadtteilen angesehen haben. Hierbei ging es um die historische Entwicklung der Altstadt und um die City, um Konversion und nachhaltige Stadtplanung und um Gentrifizierung, Segregation und „neue Urbanität“.

Unser Hamburg-Ausflug war in drei Etappen aufgeteilt: zuerst besichtigten wir die Innenstadt, fuhren dann mit der U-Bahn in die Hafencity um anschließend noch das Schanzenviertel zu besuchen.

 

 

Citybildung in der „Altstadt“

Der Ursprung Hamburgs war an der Binnenalster angesiedelt, eine Million Menschen lebten dort auf engem Raum. Der Große Brand Mitte des 19. Jh. zerstörte viele Gebäude außer der Hamburger Börse. Rathaus und Hamburger Börse bzw. Handelskammer liegen direkt nebeneinander und arbeiteten eng miteinander zusammen. Die Stadt wurde wieder aufgebaut mit besserer Wasserver- und Entsorgung. Die Slums wurden danach abgerissen und dafür wurden an der Stelle viele Geschäfte errichtet (Citybildung).

 

Der Neue Wall ist heute die Einkaufsstraße der Reichen und bildet eine der teuersten Einkaufsstraßen der Welt. Heute ist der Neue Wall kein öffentlicher Raum mehr, da Geschäftleute die Straße von der Stadt gepachtet haben und von einem Sicherheitsdienst bewachen lassen. Mit der nahen Lage am Wasser und der Architektur erinnert die Gegend an die Stadt Venedig.

 

 

 

Hafen City: Nachhaltige Stadtplanung?

Weiter ging es mit der neuen U4-Linie Richtung Überseequartier.

 

Die Hafencity. ist zusammen mit einem Projekt in Marseille die größte innerstädtische Baustelle Europas. Hier werden alte Hafenflächen, die nicht mehr gebraucht werden, zu Wohn- und Büroflächen umgewandelt (Konversion). Die Hafencity soll als Modell für nachhaltige Stadtplanung gelten, was aber kritisch diskutiert wird.

 

Die Hafencity erstreckt sich von der Elbphilharmonie bis in Zukunft zu den Elbbrücken. Die Bauwerke der Hafencity sind blockartig gebaut und die Plätze und Straßen im Sommer winddurchlässig und somit kühl gehalten (Frischluftschneisen). Dies konnten wir selber erfahren, denn von allen drei Stationen war die Temperatur in der Hafencity am niedrigsten. Trotz der ökologischen und architektonischen Vorteile gibt es dort auch Nachteile, z.B. die hohen Mietpreise, die die Hafencity nur für eine bestimmte Klientel als Wohnort interessant machen.

 

 

 

Schanzenviertel: Gentrifizierung und Konversion

Das Schanzenviertel war früher ein Arbeiterwohnviertel, in dem auch Fabriken standen. Heute sind in einigen alten Fabrikhallen Büros von IT-Unternehmen, immer mehr Menschen, die mehr Geld haben, arbeiten und leben dort, während die ursprünglichen Bewohner die steigenden Mietpreise kaum bezahlen können und verdrängt werden. Das führt zu Konflikten.

 

 

 

 

Beeindruckend waren u.a. die geschichtlichen Ereignisse, wie z.B. der „große Brand“ im Jahr 1842. So erfuhren wir die wichtigsten Etappen der Stadtentwicklung Hamburgs. Insgesamt war es ein wirklich interessanter Ausflug mit historischen und aktuellen Informationen (z.B. Hafencity, Elbphilharmonie).

 

 

 

(Texte und Fotos: 11 EK/So, u.a. Johannes, Svenja, Anna-Luisa, Laura, Frederik)

Seite zuletzt geändert am 24.06.2013, 13:36 Uhr von Ralph Werner-Dralle
 

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