Bericht aus Berlin (6/2016)

 



Die Politik-Kombikurse des 11. Jahrgangs von Herrn Koch und Herrn Vögler haben sich am Donnerstag und Freitag, den 02. und 03. Juni in Berlin die Zeit vertrieben, wobei auch im Rahmen der angedachten Schulveranstaltung der Spaß nicht zu kurz kam.
Donnerstagmorgen in Hamburg in den Bus gestiegen, trafen wir gegen Mittag im sonnigen Berlin ein. Für den einen oder anderen waren die diversen Fastfoodrestaurants die erste Anlaufstelle, um den Fußmarsch zum Hostel in Berlin-Lichtenberg gestärkt antreten zu können. Dort angekommen ging es vorrangig um die Zimmerverteilung, die trotz des nur eine Nacht dauernden Aufenthaltes sehr wichtig zu sein schien. Nach kurzer Zeit erhielten wir den Hinweis, dass wir nicht in einer Jugendherberge untergebracht seien und daher den Lärmpegel im Rahmen halten sollen. Nicht, dass das nötig gewesen wäre…
Viel Zeit blieb uns im Hostel nicht, da wir bereits im Nachmittag einen Termin im Paul-Löbe-Haus mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Svenja Stadler hatten. Das Gespräch erwies sich als äußerst interessant, vor allem weil Frau Stadler mit ihrer teils kritischen Meinung über ihre eigene Partei durchaus auch Probleme einräumte und zugab. Das äußerst persönliche Gespräch offenbarte ihre eigene Haltung bezüglich der Zukunft der SPD, wobei es durch die Fragen der Kurse schnell zu einem Gespräch über aktuell politisch relevante Debatten wurde.
Anschließend folgte ein Essen in der Kantine des Bundestages mit Blick auf die Spree, der jedoch auch nur ein wenig half, über die Kartoffelsuppe hinwegzukommen. Wie soll man es anders sagen, aber die Kartoffelsuppe nahm uns die Illusion des nahezu perfekten politischen Berlins. Die Erkenntnis, dass aber auch die Bundestagsabgeordneten mit dieser Suppe vertröstet werden, verfolgte uns auf dem Weg in den Plenarsaal, wo leider direkt die nächste Enttäuschung auf uns wartete.
Die Zahl der anwesenden Abgeordneten in Plenum war sehr überschaubar und auch kein Minister ließ sich dort blicken. Da fährt man ein Mal nach Berlin und bekommt nicht mal die politische Prominenz zu Gesicht…
Die Frage ist: Woran lag das? Waren es die viel zu hohen Temperaturen oder doch die zur Debatte stehenden Themen, die auch von der Mehrheit unserer Gruppe als eher uninteressant eingestuft wurden? Vermutlich eine Mischung aus beidem…
Und doch war das ganze Drumherum beeindruckend und in jedem Fall erfahrenswert. Sei es die Reaktion der Opposition auf Aussagen der Koalition oder sei es die Dame, der ohne Unterlass die Wassergläser der Redner austauschte. Es ist wirklich erstaunlich, wie viele Menschen im Hintergrund an der politischen Arbeit beteiligt sind.
Mit diesen gewonnenen Eindrücken trennten sich dann die Wege der Gruppe. Das „Pflichtprogramm“ für den Tag war beendet und die andere Seite Berlins konnte erkundet werden.
Am Freitag stand uns, nach einem recht frühen Frühstück ein langer Tag bevor, aber wir pushten uns alle gegenseitig, denn wir hatten uns viel vorgenommen.
Neben einem Besuch im Verteidigungsministerium stand am Nachmittag die Internationale Luft- und Raumfahrtmesse in Tempelhof auf dem Programm. Auf dem Weg zum Verteidigungsministerium haben wir uns aus unerklärlichen Gründen hoffnungslos verlaufen, weshalb unser Besuch auf eine Besichtigung des Ehrenmals zusammengestrichen wurde. Darüber hinweg trösten konnte uns dann aber die Messe, die wir dank eines Freundes von Herrn Koch besuchen konnten.
Dort wurde alles aufgefahren, um die Besucher zu beeindrucken. So waren unter anderem Flugzeuge der NATO, der US-Army und der Bundeswehr zu bestaunen. Zudem gab es viele Möglichkeiten, um sich über die Karrieremöglichkeiten im Bereich Luft- und Raumfahrt zu informieren. Alles in allem war es sehr interessant, die Flugzeuge am Boden und in der Luft zu bestaunen.
Total erschöpft und von der Sonne völlig verbrannt, begaben wir uns schließlich auf den Rückweg, um die Rückreise nach Hamburg anzutreten.
Letztendlich bleiben die Erkenntnisse, dass Berlin ein großes und gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz besitzt, beziehungsweise, dass man nie ohne Sonnenbrille und Sonnencreme aus dem Haus gehen sollte. Aber auch inhaltlich haben wir viel mitnehmen können, wovon wir im Politikunterricht mit Sicherheit profitieren werden.

Bericht von Lukas Meier, PO1

 

 

 

 

 


 

Seite zuletzt geändert am 14.06.2016, 19:51 Uhr von Ralph Werner-Dralle
 

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