Das Rissen-Seminar der Klasse 9/3:

Alle Berichte -- das volle Programm!

 

Rissen – Seminar Dezember 2011

 

In der letzten Schulwoche vor den Weihnachtsferien fuhr in diesem Jahr die Klasse 9/3 unter Leitung von Herrn Färber und begleitet von Frau Krause ins Haus Rissen. Schwerpunkte der Politik-Studienfahrt 2011, die im Rahmen der Kooperation zum Thema „Globales Lernen und Nachhaltigkeit in der Einen Welt“ stattfand, waren der Interreligiöse Dialog zwischen Islam und Christentum sowie die umweltpolitische Dimension der Globalisierung. Das Programm erstreckte sich vom 12. bis 16. Dezember 2011 über fünf Tage.

Es begann mit dem Besuch in der Centrums-Moschee Hamburg, der den Schülern eine ihnen fremde Religion und Kultur erfahrbar machte. Später wurden ihre Eindrücke im Gespräch mit einem Religionswissenschaftler der Universität Hamburg und einer muslimischen Referentin des Hauses Rissen vertieft. An den beiden folgenden Tagen wurde ein Planspiel zur Umwelt- und internationalen Klimapolitik in Ländergruppen und im Plenum vorbereitet und durchge-führt. Die zeitliche Nähe zum UN-Klimagipfel in Durban / Südafrika machte das Thema für die Schüler besonders aktuell. Mit viel Eifer und Engagement versetzten sie sich in die Lage der von ihnen vertretenen Länder und Nicht-Regierungs-Organisationen und handelten dabei Kompromisse für ein Klimaabkommen aus - ein schwieriger Prozess, den sie erfolgreich meisterten. Der vierte Tag stand im Zeichen der Energiepolitik. Bei leider nasskaltem Wetter wurde das Informationszentrum „Energieberg Georgswerder“ mit einer Führung auf dem Gelände besucht. Nachmittags schlossen sich zwei Vorträge mit Diskussion zur Energiever-sorgung und zur Energiewende an. Besonders interessant und abwechslungsreich war der von einer Mitarbeiterin der Leuphana Universität Lüneburg gestaltete letzte Vormittag, der in Form eines Rollenspiels die Frage stellte, was wir als einzelne Bürger im Alltag tun können für Klimaschutz und nachhaltigen Umgang mit Energie. Mit vielen Eindrücken, Anregungen zum Weiter-Fragen und neuen Einsichten traten alle ein wenig müde, aber vielfach gestärkt und bereichert die Heimreise an.

Die Durchführung dieses Seminars in der für selbsttätige Schülerarbeit sehr gut ausgestatteten und angenehmen Umgebung der Tagungsstätte „Haus Rissen“ wurde möglich nur durch die Förderung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit in Berlin sowie des Schulvereins unseres Gymnasiums. Dafür sei im Namen aller Teilnehmer herzlich gedankt.

Im Anschluss kommen die Schüler der Klasse 9/3 zu Wort, die hier ihre Eindrücke schildern.

Helmuth Färber



 

Schülerberichte zu den einzelnen

Tagen bzw. zu Einzelaspekten

des Seminars


 

Montag, 12.12.2011 - Moscheebesuch

Am Montagmorgen um 9 Uhr trafen wir uns am Bahnhof Neu Wulmstorf, um ins Haus Rissen zu fahren. Doch bevor es nach Rissen ging, machten wir einen Halt in Hamburg, um die Zentrumsmoschee Norddeutschland zu besuchen. Zunächst wurden wir sehr herzlich begrüßt und wurden zu einer Tasse Tee bzw. Kaffee eingeladen. Nach kurzer Wartezeit kam Herr Coban, der uns durch die Moschee führte. Er zeigte uns den Gebetsraum für Männer, in dem wir uns auch während seiner Ausführungen befanden. Herr Coban gab uns viele Einblicke in den Islam und konnte einige Fehlinformationen, die in den Medien verbreitet werden, richtig stellen. Sein Vortrag war aufschlussreich und interessant, da er sehr aktuelle Themen aufgriff und uns alle unsere Fragen sehr genau beantworten konnte. Es blieben keine Fragen offen. Nach seinem Vortrag durften wir an einem Mittagsgebet teilnehmen und zusehen, wie ein solches Gebet abläuft. Diese Art des Gebetes ist keineswegs vergleichbar mit einem christlichen Gebet in einer Kirche, wie wir es bereits kannten. Des weiteren lernten wir, dass die Moschee nicht nur als Gebetshaus dient, sondern auch als Schule und als eine Art Jugendzentrum und als sozialer Treffpunkt. Erstaunlich ist allerdings, dass die Moscheen sich in Deutschland selbst finanzieren müssen und nicht vom Staat unterstützt werden. Wenn man zurückblickt, denken wir, dass der Moscheebesuch eine der interessantesten Erfahrungen in der Seminar-Woche war.

Jan T., Tim B.


 

Montag, 12.12.2011- Nachmittag

 

Nachdem wir am Montag von der Moschee weiter zum Haus Rissen gefahren waren und dort gegessen hatten, versammelten wir uns erstmals in unserem Seminarraum. Unsere Referenten waren der Religionswissenschaftler Dr. Michael Biehl von der Universität Hamburg und Frau Zeliha Gencay, wissen-schaftliche Mitarbeiterin am Haus Rissen. Sie ist Muslima und begleitete uns während der ganzen Woche. Die Referenten gingen nochmals auf die wich-tigsten Themen des Moschee-Besuchs ein, der uns sehr beeindruckt hatte. Sie zeigten zugleich, dass auch die Christen zur Geschichte des Islam gehören und dass auch der deutsche Wortschatz mit dem Arabischen verbunden ist.

Da der Islam eine der größten Weltreligionen ist, war es interessant zu erfahren, dass der „Qur-ân“ interpretiert werden kann und muss. Das betrifft auch das Alltagsleben der Menschen wie das Tragen von Kopftüchern, das Essen von Schweinefleisch oder den Begriff „Dschihad“. Uns wurde verdeutlicht, dass dieser arabische Begriff keineswegs „Heiliger Krieg“ bedeutet, wie es oft in den Medien verbreitet wird, sondern einfach „Ehrenamt“ heißt.

Nach einer kurzen Einführung diskutierten wir dann darüber, ob der Islam eine Gefahr für die Welt oder für Deutschland darstellt und ob der Islam in Deutsch-land Überhand nimmt. Dabei wurde uns klar, dass Aufklärung eine wichtige Rolle spielt, um zwischen den Religionen Christentum und Islam zu vermitteln. Vorurteile und mangelndes Wissen voneinander erschweren den Umgang miteinander.

Wir konnten durch die Erfahrungen und den Gedankenaustausch dieses Tages also nicht nur Vorurteile gegenüber dem Islam beseitigen. Wir konnten auch viel über die Kultur lernen und dabei erfahren, dass es auch viele Gemeinsamkeiten zwischen beiden Religionen gibt.

Dabei ist zu erwähnen, dass Herr Dr. Biehl die „christliche“ Sichtweise und Frau Zeliha Gencay die „muslimische“ Sichtweise übernahmen. Wir hatten also eine neutrale und ausgewogene Gesprächsleitung, die uns keinesfalls zu einer Meinung drängen wollte.

 

Melina, Laura

 


 

Reisebericht für Dienstag, den 13.12.2011

Klima- und Energiepolitik

Globales Lernen und Globale Ordnungspolitik

Haus Rissen

Haus Rissen ist ein internationales Institut für Politik und Wirtschaft und wurde 1954 gegründet.

Es bietet die Möglichkeit an Seminaren über die globale Wirtschaft und Fragen der internationalen Friedenssicherung teilzunehmen.

Schüler, Auszubildende, Soldaten, Unternehmer und Politiker gehören zu den Teilnehmern.

Klimawandel

1.      Was ist der Klimawandel?

Der Klimawandel ist ein bereits begonnener Prozess, bei dem das Weltklima sich verändert.

2.      Woher kommt der Klimawandel?

Durch den immer noch stetig ansteigenden CO²- und Methan-Ausstoß weltweit und durch den stets ansteigenden Energiehunger, welcher mit der Industrialisierung einsetzte, wurde der Klimawandel ausgelöst. Minimale Schwankungen, dass heißt im Normbereich liegende Klimaveränderungen, gab es schon immer. Sie waren nur noch nie so ausgeprägt und stets ansteigend wie heute. Der Treibhauseffekt ist in vollem Gange.

Treibhauseffekt bedeutet, dass die Sonnenstrahlen von den Wolken reflektiert werden und zurück ins Weltall gelangen. Die Oberflächentemperatur eines Planeten ist deutlich höher, als sie ohne diese strahlungsaktiven Gase wäre.

3.      Welche Folgen hat der Klimawandel für die Umwelt?

Die Polarkappen, Arktis und Antarktis, fangen an zu schmelzen und verursachen schwere Überschwemmungen. Das führt dazu, dass der Meeresspiegel stark ansteigt. Eisbären, Robben und andere Tiere werden möglicherweise für immer aussterben.

Andere Wissenschaftler sind der Meinung, dass eine wiederkäuende Kuh besonders schädlich für das Weltklima ist aufgrund des Methanausstoßes, der ihrer Meinung nach stärker als der CO²- Ausstoß ist. Sie wollen mit Biogasanlagen Energie herstellen.


 


 

4.      Welche Folgen hat der Klimawandel für die Menschen?

Die geographische Lage des Wohnortes bestimmt die Stärke des Klimawandels und somit die Betroffenheit jedes einzelnen Manschen. Die Inselstaaten sind auf der Welt die am meisten betroffenen Gebiete und Gesellschaften. Das meist betroffene Land ist Bangladesch.

Als Folge des Klimawandels entstehen schwere soziale Probleme.

Die europäisch-amerikanische Zivilisation könnte ganz ausgelöscht werden. Die Menschen und die Tiere passen sich grundsätzlich über einen längeren Zeitraum dem Klimawandel an.

Auswirkungen des  Klimawandels in verschiedenen Ländern:

Grönland:

Das Gras ist viel saftiger und länger grün, sodass die Bauern einen größeren Gewinn machen. Außerdem werden jetzt sogar in Grönland Kartoffeln angebaut, was früher aufgrund der dort herrschenden sehr kalten Temperaturen unmöglich war.

Immer mehr Touristen kommen nach Grönland, um den Klimawandel hautnah mitzuerleben und um live dabei zu sein, wie die Gletscher schmelzen.

Australien

Immer weniger Regenfälle haben das Sterben vieler Tiere zur Folge. Der Futterpreis steigt täglich für australische Landwirte an. Viele Landwirte werden wegen der ausweglosen Lage depressiv und begehen Selbstmord. Wegen der Dürre trocknen viele Stauseen trocknen aus. Oft bleibt nur eine übel riechende Kloake übrig, die kein Wasser mehr liefert.

Bangladesch

Tropische Wirbelstürme toben sehr häufig in Bangladesch. Die Menschen dort sind nicht auf solche Naturkatastrophen vorbereitet, wodurch sehr viele Bewohner ihr Leben verlieren und ganze Dörfer in den sintflutartigen Überschwemmungen verschwinden. Leichen werden oft weit entfernt des Katastrophengebietes gefunden. Die Überlebenden haben häufig alles ver-loren und müssen in Zelten schlafen.

Da keine Kommunikation per Strom oder Mobiltelefon besteht, helfen Nicht-Regierungs- Organisationen, um Spenden und Hilfsmittel zur Vorbereitung auf die nächste Katastrophe zu organisieren.

Hamburg

Am 16. Februar 1976 tobte in Hamburg eine Sturmflut, die viele Menschen ihr Leben kostete. Es wurden danach mehr als 100 Kilometer lange Schutzanlagen gebaut.

Schweden

Weinanbau ist jetzt auch in Südschweden möglich, aufgrund des auch im Ostseeraum wärmer werdenden und milden Klimas.

Venedig

Früher war Venedig vor Hochwasser geschützt und eine reiche Handelsstadt, doch heute sind die Hauseingänge oft überflutet. Die Stadtverwaltung will daher 78 sehr hohe Fluttore für vier Milliarden Euro Kosten errichten, um sich vor Hochwasser zu schützen. Die voraussichtliche Bauzeit dauert etwa drei Jahre.

Alaska

Heftige Stürme toben in Alaska. Das Eis schmilzt und die Meeresspiegel steigen an, wodurch Häuser einfach weggespült werden.

 

Maßnahmen gegen den Klimawandel:

       Raketen sollen eine Art „Sonnenbrille“ bilden, die die Sonneneinstrahlung wieder zurückstoßen würden, denn ohne Sonnenstrahlen gäbe es keinen Treibhauseffekt.

       Man bespritzt Wolken mit Wasser, so dass sie anstatt wenigen großen Tropfen viele kleine Tropfen bilden und so 52% der Sonnenstrahlen wieder zurückwerfen. Das würde ausreichen, um den Treibhauseffekt zu stoppen.

       Zwanzig tausend gepackte Sandsäcke werden in elf Lagerhallen allein in Nord-deutschland gelagert, um im Falle einer Sturmflut die Deichanlagen zu verstärken.

       Die Ozeane nehmen einen geringen Teil der CO2-Konzentration auf, pflanzliches Plankton nimmt die Gase auf, jedoch ist dies eine „Rückkopplung“ mit ungewissem Ausgang.

       Man versucht in 800m tiefen Steinlagern Gase zu verschließen. Es dauert allerdings noch mindestens 15 Jahre, bis diese Technik ausgereift sein wird. Auch ist diese Technik sehr umstritten.

       In Bangladesch werden Häuser gebaut, die aus Beton bestehen und auf Säulen stehen. So kann das Wasser bei einer Flut durchfließen und man kann im Obergeschoss die Wände mit Schotten verriegeln. Zusätzlich können die Gebäude als Schulen genutzt werden, wenn keine Katastrophen bevorstehen.

Jennifer Guwa und Maira Westphalen 9/3


 


 

Politikfahrt Rissen 9/3

 

Dienstag Nachmittag, 13.12.2011 – Klimaplanspiel: Gruppenphase

 

Zuerst wurden wir in unsere Gruppen eingeteilt, in denen wir später unsere Länder vertreten sollten. Nun wurde uns eine interessante Präsentation über die letzte Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Durban, Südafrika, zuteil. Unsere Aufgabe war es dabei, zuzuhören und uns Notizen über die Folgen des Klimawandels und die Lage und Forderungen der von uns vertretenen Länder und Nichtregierungs-Organisationen zu machen. Als Vorlage dienten uns vor allem Auszüge aus dem Klimaabkommen von 1992 und aus dem Kyoto-Protokoll von 1997. Dann begannen wir Zeitungsartikel zu lesen, um einen besseren Überblick über die internationale Klimapolitik zu bekommen. Unsere Ergebnisse stellten wir in Reden vor, in denen es um die Probleme des jeweiligen Landes mit dem Klimawandel ging. Diese Reden dienten uns als Verhandlungsmittelpunkt. Anscheinend waren unsere Reden gut formuliert, denn es wurden relativ schnell Bündnisse geschlossen und darauf aufbauend Klimaverträge vereinbart.

 

(Alexander, Robert)


 

Mittwoch Vormittag, 14.12.2011

Klimaplanspiel – Gremiensitzungen und Entscheidungsphasen

 

Am Mittwoch Vormittag fand ein Planspiel statt, die Simulation der UN-Klimakonferenz. Wir wurden in Gruppen eingeteilt und waren damit Vertreter verschiedener Länder auf der UN-Klimakonferenz: Volksrepublik China, Frankreich, Großbritannien, Russische Förderation, Vereinigte von Amerika, Brasilien, Deutschland, Indien, Saudi-Arabien, Australien, Allianz Kleiner Inselstaaten, Ekuador, Bangladesch, Afrikanische Union, Indonesien, außerdem Vertreter von Nicht- Regierungsorganisationen wie Greenpeace, Friends of the Earth und American Petroleum Institute. Wir bekamen Texte über die Länder beziehungsweise Organisationen, um uns besser mit den Positionen der Länder / Organisationen auseinandersetzen zu können. Des Weiteren bekamen wir Material, auf dem Fragen zum Land / zur Organisation standen (wie z.B. : Welche Bedeutung hat der Klimawandel für das Land / die Organisation? Was fordert das Land / die Organisation? Welche Bündnispartner hat das Land / die Organisation?)

 

Anschließend mussten wir eine Rede schreiben, um unser Land bei der Konferenz zu vertreten, was gar nicht so leicht war. Danach besprachen wir die Konferenzregeln. Wir hielten unsere Reden vor dem Plenum am Rednerpult. Nun kannten alle die Ziele der anderen Länder und Organi-sationen und es begann die Verhandlungsphase. Mehrere Länder, die im Wesentlichen die gleichen Ziele hatten, setzen sich zusammen und versuchten, einen Entwurf des Klimaabkommens zu erstellen. Dies war allerdings nicht immer leicht, da viele Länder nicht mit den zu zahlenden Geldbeiträgen einverstanden waren. Es musste innerhalb der Gruppen lange verhandelt werden; viele Länder sind aber am Ende doch noch Kompromisse eingegangen. Am Nachmittag wurde diese lang andauernde Diskussion fortgesetzt.

Es war sehr interessant, die unterschiedlichen Klimaziele der ver-schiedenen Länder kennenzulernen.

 

 

Catharina Holst & Katalina Johannsen


 


 

Mittwoch Nachmittag, 14. Dezember 2011

Nachdem wir vor der Pause die Reden der einzelnen Vertreter gehört hatten, trafen sich die Staaten untereinander, um über ein Klima-abkommen zu verhandeln, das den Wünschen von allen Ländervertretern entsprach. Wir brauchten insgesamt vier Verhandlungsrunden, um uns für drei verschiedene Entwürfe für ein Abkommen zu entscheiden. Diese ver-suchten wir dann zu einem Klimaabkommen zu vereinen. Nach einigem
weiteren Debattieren und Lösen von Meinungsunterschieden, wie zum Beispiel ,,Wer zahlt wieviel in den Klimafonds ein?" oder ,,Welche Länder verpflichten sich zu welchen Klima-Zielen?", konnten wir uns auf ein für alle Staaten annehmbares Abkommen einigen.

Es war interessant, zu verstehen, wie die echten Vertreter der Länder auf einem Klimagipfel versuchen, die Interessen der eigenen Länder zu vertreten und eine für die gesamte Welt annehmbare Lösung zu finden. Man hat erfahren, dass auch sie sich mit alltäglichen Problemen abplagen müssen, wie zum Beispiel, dass ein Staat unbedingt seinen Willen durchsetzen möchte und man dann eine neue Lösung finden muss. Also sollte man als Beobachter von internationalen Konferenzen nicht vorschnell urteilen, da man manchmal gar nicht weiß, wie schwierig es sein kann, es allen Ländern recht zu machen.

Wir haben es geschafft und sind stolz auf unser Werk. Wir finden, dass es ein für uns sehr lehrreiches Klima-Planspiel war.

Sarina, Lukas F., Christoph


 


 

Donnerstag, 15.12.2011 - Vormittag

 

Informationszentrum Energieberg Georgswerder

 

Nach dem Frühstück fuhren wir mit der S-Bahn nach Veddel und machten ab zehn Uhr im Informationszentrum Energieberg in Georgswerder eine Führung. Unser Führer hieß Felix Christoph Gedanke. Als wir dort ankamen, mussten wir zuerst eine Sicherheitsbelehrung unterschreiben. Danach wurde uns ein Modell des Energie-bergs vorgestellt. Dazu erzählte uns der Referent etwas zur Geschichte des Energiewerks.

 

Zur Geschichte erzählte er uns folgendes:

Früher wurde das Gelände für die Landwirtschaft verwendet. Im Zweiten Weltkrieg war es ein Militärgebiet mit Bombenkratern. Von 1950 bis 1964 war der Energieberg eine Gegend zur Entsorgung von Hausmüll. Wegen des vielen Hausmülls entstand damals der große Berg. Im Jahr 1974 entstand ein Ölbecken, und eine Ratten-epidemie befiel das Gelände. Fünf Jahre später jedoch wuchsen auf dem Gelände wieder Pflanzen, die Ratten waren getötet worden. Später entdeckte man Sewesogift im Sickerwasser des Berges. Im Jahre 1995 standen auf dem Gebiet bereits drei BONUS-Windenergieanlagen. Heute sind es vier.

 

Früher war das Grundwasser verseucht, heute wird es mit einem Drainage-System gereinigt. Bei der Müllverbrennung werden 3 m³/h Metangas freigesetzt. Aus dem Metangas kann Energie gewonnen werden.

 

Das Drainage-System funktioniert auf folgende Weise:

Zuerst wird das Sickerwasser durch Rohre geleitet. Danach wird das Wasser durch einen Filter gereinigt. Anschließend wird der Müll bei 3100*C verbrannt und in Tanks wird das Sickerwasser aufbereitet. Also dient das Drainage-System dazu, das Sickerwasser zu reinigen.

 

Zum Aufbau des Energieberges:

In Georgswerder befinden sich an der Südseite des Energiebergs zahlreiche Photovoltaikanlagen. Sie werden bis 2013 für ca. 4000 Zwei-Personen-Haushalte Strom liefern. Diese Anlagen wurden im Winkel von 30* aufgestellt und funktionieren auch im Winter, weil die Anlagen nur Helligkeit und keine Wärme brauchen.

Außerdem gibt es dort auch Windräder, deren Betonfundamente 75 Tonnen und die Windräder 50 Tonnen wiegen. Sie sind ca. 98 Meter hoch, und die Rotorsterne haben einen Durchmesser von ca. 104 Metern. Jedoch gibt es bei den Windrädern auch ein Problem, nämlich mit Frost. Sie lassen sich nur manuell abschalten.

 

Finanzielle Unterstützung des Energieberges:

Das Energiewerk wird jährlich mit 800.000 Euro für Instandhaltungskosten von HAMBURG ENERGIE, VI-POWER, vom Land und Bund und von der EU finanziert.

 

Zugang für die Öffentlichkeit:

Ein Teil der Fläche ist öffentlich zugänglich, wie z.B. die „Ausstellung mit den Fässern“. Des Weiteren ist der ca. 39,2 m hohe Berg für einen „Blick rund um Hamburg“ gedacht. Die Besucher dürfen auf dem Gelände jedoch nicht rauchen und grillen, da die Brandgefahr wegen der Wiesen hoch ist. Einige Teile des Geländes sind für Besucher zum Schutz seltener Tiere und einer seltenen Pflanze, dem Fuhferkraut, nicht zugänglich . Das Gelände ist seit dem 20. August 2011 für Besucher freigegeben.

 

Der Energieberg heute:

Heute ist der Energieberg in Georgswerder teilweise noch eine Baustelle. Wo früher giftige Stoffe und Hausmüll lagerten, wird nun aus regenerativen Quellen öffentlicher Strom produziert und an Privathaushalte und u. a. das Unternehmen VATTENFALL geliefert.

 

(Dennis, Georg,Tobias)


 

Donnerstag, 15.12.2011: Vortrag zum Thema : Erneuerbare Energien und fossile Brennstoffe                                             

Nach einem interessanten und aufschlussreichen Besuch am Energieberg Georgswerder am Vormittag des 15.12.2011 trafen wir uns nach dem Essen im Plenum zu einem weiteren Vortrag von Herrn Dr. Eckhard Bolsinger, Wissenschaftlicher Leiter am Haus Rissen.

Zunächst besprachen wir die Eindrücke, die wir auf dem Energieberg gewonnen hatten. Nachdem dies abgeschlossen war, sollte nun jeder in eine kopierte Uhr eintragen , wann er Energie verbraucht und auf welche Weise. Hierdurch wurde uns bewusst, wieviel Energie wir am Tag verbrauchen, und das nicht nur mit dem Schulbus oder dem Auto. Der zweite Schwerpunkt waren die erneuerbaren Energien und welchen Nutzen wir für die Natur und damit auch für unseren Alltag daraus ziehen können. Hauptsächlich besprachen wir Wind-Wasser- und Sonnenenergie. Aber auch erneuerbare Energien haben Vor- und Nachteile. Wie gewinnt man diese? Was kostet eine Windkraftanlage? Schließlich die Frage: wie speichere ich die gewonnene Energie? Zuletzt sahen wir einen Film über den Klimawandel. Dieser zeigte, dass wir alle betroffen sind und dass schon die ersten verheerenden Folgen auf dem Globus sichtbar sind. Dazu gehört zum Beispiel das Massensterben australischer Schafe und dass viele Farmer dort um ihre Existenz bangen und teils nur noch ein Ausweg finden : den Selbstmord. Es ist keine Seltenheit, das Farmer tot aufgefunden werden.

Nach dem Film war dritte Themenpunkt  dieses Tages auf der Tagesordung. Frau Hansen vom BUND schilderte ausführlich die Situation der Klimapolitik in Hamburg. Dabei brachte sie leider ihre unbeirrte Meinung sehr stark mit ein,  so dass eine faire Diskussion nicht enstanden konnte.

Am Ende war auch dies ein weiterer schöner und interessanter Tag im Haus Rissen.                   

Til, Luca


 

Donnerstag, 15.12.11 – BUND Hamburg

 

An diesem Nachmittag hörten wir den Vortrag von der Referentin Frau Wiebke Hansen vom Bund für Umwelt und Naturschutz Hamburg (BUND). In diesem Vortrag ging es um die Energie-speicherung, Energieversorgung und um die Energiewende im 21. Jahrhundert.

 

Frau Hansen erklärte uns, dass die Klimaerwärmung durch die Energiewende verringert werden kann, indem man Strom, der durch erneuerbare Energien erzeugt wird, in Wärme umwandelt und dann speichert. Wärme kann effizienter gespeichert werden als Strom.

Diese Art der Speicherung trägt dazu bei, die Verwendung von fossilen Energien zu verringern und somit auch den Klimawandel zu verlangsamen.

 

Die Referentin schlug vor, die Durchsetzung der Energiewende und die Abschaltung von Kohlekraftwerken per Volksentscheid zu beschließen. Die Energienetze sollten von einer Städtischen Gesellschaft betrieben werden. Auf dem Weg zum Volksentscheid werden in Hamburg in der ersten Stufe (Volksinitiative) mindestens 10.000 Unterschriften benötigt. In der zweiten Stufe müssen mindestens 65.000 Unterschriften innerhalb von drei Wochen gesammelt werden. Die Referentin kritisierte die aus ihrer Sicht mangelnde Kommunikation des Hamburger Senats unter Olaf Scholz (SPD) und den Vertrag, den der Senat im Herbst 2011 mit dem Stromkonzern Vattenfall schloss.

 

 

 

Jessica Jorkisch und Greta Deckwerth

 

 

Freitag, 16. Dezember 2011

Nach dem Frühstück, das wieder gut schmeckte, trafen wir uns im Plenumssaal. Frau Leitenberger von der Leuphana Universität Lüneburg arbeitete mit uns zum Thema „Klimaschutz und nachhaltiger Umgang mit Energie“.
 Wir knüpften an unsere Diskussionen zu Klimawandel und Klimaschutz der voran gegangenen Tage an. In der ersten Gruppenarbeitsphase bereiteten wir ein Rollenspiel vor: Thema waren die Einstellungen typischer Personen zu ihrem Konsumverhalten und zum Klimaschutz:

Sabine T. (Ihr Lebensmotto: Genuss ohne Reue)
Handeln: Energiesparen, Mitglied in einem Umweltverband, Spenden, Bezieher von Ökostrom, geringer CO²-Ausstoß bei der Fortbewegung (Fahrrad fahren), Hausdämmung, Bioprodukte essen.
Motive: gutes Gewissen haben, niedrige Stromrechnung im Haushalt.
Alltag: sie hat eine mittlere Mobilität (Fahrrad-Radius).
Einfluss: Sie trägt aktiv zum Klimaschutz bei.
        Sie möchte umweltbewusst leben, geringer Ausstoß von 7,9t CO² im Jahr.
Peter B. (Sein Lebensmotto: „Do it yourself!“)
-Handeln: Er wohnt in einem Passivhaus mit eigener Solaranlage, sein Auto verbraucht sehr wenig  Kraftstoff (3,5l/100 km).
    -Motive: alles wird durchgerechnet, er möchte seinen Beitrag zum Klimaschutz     leisten.
    -Alltag: Er unternimmt keine Fernreisen.
    -Einfluss: Er trägt zum Klimaschutz bei.
        Er möchte umweltbewusst leben, sein CO²-Ausstoß beträgt 6,4t CO² im Jahr
Katharina C. (Ihr Lebensmotto: Weniger ist mehr)
-Handeln: Sie übt Konsumverzicht (sie arbeitet weniger und verzichtet auf ein hohes Gehalt), kleine Wohnung, sie heizt sparsam, sie wählt einen verkehrs-günstigen Wohnort, sie nimmt am „Carsharing“ teil, sie fährt auch auf kurzen Distanzen Rad, sie bezieht Ökostrom und nutzt energieeffiziente Haushaltsgeräte, sie kocht vegetarisch und kauft Bioprodukte. Sie kauft CO² Zertifikate.
    -Motive: Sie will durch ihr Handeln die Umwelt schonen.
    -Alltag: Sie nutzt auf kurzen Distanzen das Rad. Sie verzichtet auf Fernreisen.
-Einfluss: Sie trägt zum Klimaschutz bei. Sie lebt umweltbewusst, ihr Ausstoß von 5,2t CO² im Jahr ist sehr gering.
Sybille B. (Ihr Lebensmotto: Grüne Rendite)
Handeln: Sie fährt viel Bahn und nutzt eine Bahncard 100 statt Auto zu fahren, sie verfügt über Geldanlagen in Windenergie und in Nachhaltigkeitsfonds
Motive: sie ist sehr mobil und unternimmt viele Bahn-Fernreisen
Alltag: Sie läuft viel und ist oft unterwegs.
Einfluss: Sie trägt nicht zum Klimaschutz bei.
        Ihr CO²-Ausstoß beträgt 32t im Jahr.
Linus L. (Sein Lebensmotto: Internationaler Ausgleich)
-Handeln: Er zahlt in einen Umweltfonds eine Kompensation für seinen relativ hohen CO²-Ausstoß.
    -Motive: Er hat wenig Zeit und muss viel reisen.
-Alltag: Er ist mobil und reist viel mit Flugzeug, Bus und anderen Verkehrsmitteln. 
    -Einfluss: Er trägt nicht zum Klimaschutz bei.
    Sein CO²-Ausstoß beträgt 18t im Jahr.
Nach der Vorstellung dieser Rollen wurden Fragen von Arbeitsblättern beantwortet. Zuletzt entwarf jede Gruppe ein Plakat. In der zweiten Gruppenarbeitsphase sprachen wir über den nachhaltigen Umgang mit Energie zu den jeweiligen Personen.
Nachhaltiger Umgang Erklärung: Nachhaltig bedeutet, dass den nachfolgenden Generationen - egal wo sie leben und wie alt sie sind - ihre Ressourcen nicht entzogen und durch den heutigen Konsum und Ressourcenverbrauch ihre Lebenschancen verringert werden.

 


Torge W., Lukas B.

 

Gastronomie im Hause Rissen

Als wir am Montag am frühen Nachmittag am Haus Rissen ankamen, wurden
wir schon vom Personal des Hauses erwartet und freundlich empfangen.
Auch die Zimmerverteilung verlief einwandfrei. Als wir dann auf den
Zimmern waren, war die Freude bei einem Teil der Klasse nicht so groß
wie bei den Anderen, obwohl alle Zimmer mit den gleichen Möbeln
ausgestattet waren. Dass die Freude bei einigen nicht so groß war lag
daran, dass einzelne Zimmer von zwei Gruppen verschmutzt und z.B. der
Duschvorhang veraltet waren und dass in manchen Zimmern die Heizung
nicht funktionierte. Einige Schüler waren zudem nicht zufrieden, da die
Doppelzimmer genauso groß waren wie die Einzelzimmer. All diese Probleme
regelten wir jedoch schnell durch einen Zimmertausch.
Die Gastronomie war meist einwandfrei. Das Essen wurde in Buffetform
angeboten und wurde von uns in einem großen Saal in der Nähe von einigen
Soldaten der Bundeswehr, die gleichzeitig zu einem Seminar (zum Thema „Sicherheits-

Politik und die Lage in Afghanistan“) im Haus Rissen waren, an großen Tischen

verzehrt. Es gab immer eine Auswahl, was man essen wollte, aber für die

Vegetarier unter uns gab es nur eine kleine Auswahl.
Um es zusammenzufassen: wir waren rundum zufrieden mit der Gastronomie
und dem Personal im Hause Rissen und wir haben uns dort sehr wohlgefühlt.

(Niklas, Felix)

 

 

Freitag, 16.12.2011: Auswertungsrunde

 

Nachdem wir unsere Teilnehmerzertifikate bekommen hatten, werteten wir die Woche im Seminar aus. Dazu füllten wir auch einen Bewertungsbogen aus.

 

Unterkunft:

Zu den Zimmern gab es verschiedene Meinungen, denn wir verteilten uns auf zwei Etagen. Während oben neue Möbel vorhanden waren und es meist sauber war, waren die unteren Zimmern durch Insekten teilweise unsauber. In einem Zimmer war der Wasserhahn defekt, doch durch den netten Hausmeister wurde dieses Problem schnell behoben. Das Personal war sehr freundlich. Auch das Essen war gut, aber es wirkte manchmal aufgewärmt. Ein positiver Aspekt war außerdem, dass es überall W-Lan-Anschluss und Fernseher gab.

 

Seminar:
Wir hatten in fünf Tagen sieben verschiedene Referenten. Alle waren nett, fast jeder ging auf unsere Fragen ein. Die meisten hatten auch Bilder mitgebracht und ließen uns eigenständig arbeiten. Dadurch konnten wir das Thema besser verstehen. Wir waren uns alle einig bei der Einschätzung des Planspiels „Klimakonferenz“. Dabei konnten wir uns gut in die Lage der verschiedenen Länder hineinversetzen und somit die Erfahrung machen, wie sich Verhandlungen auf internationaler Ebene ungefähr in der Wirklichkeit abspielen. Es gab wenige negative Aspekte; manche Beiträge waren etwas verwirrend und wenig verständlich. Für alle war das Seminar auch durch Besuche anderer Lernorte (Moschee, Energieberg) eine sehr interessante, neue Einsichten fördernde und abwechslungsreiche Erfahrung.

 

Fazit:
Das Seminar in Rissen vom 12.12. - 16.12. 2011 war insgesamt eine spannende und zur politischen und Allgemeinbildung beitragende lehrreiche Abwechslung zum Schulalltag, die uns in angenehmer Lern- und Arbeitsumgebung viel Spaß machte.

 

Diajeng, Gerrit

Seite zuletzt geändert am 01.02.2012, 18:40 Uhr von Ralph Werner-Dralle
 

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