Diplomat für eineinhalb Tage                                                              

Das Gymnasium Neu Wulmstorf simuliert die Vereinten Nationen

 

 

 

Eineinhalb Tage Model United Nations- NW 2010 liegen hinter politikinteressierten Schülern des Q1- und 13ner -Jahrgangs des Gymnasiums NW und der Halepagenschule aus Buxtehude. Eineinhalb Tage Diplomat in den Vereinten Nationen sein und hitzig rund um das Thema „Energiepolitik“ debattieren. Das war das Motto für etwa 90 Schüler am 19. und 20. Januar 2010 am Gymnasium NW.

Initiator dieser UN-Simulation war eine elfköpfige Arbeitsgemeinschaft, dessen Großteil bereits an Model United Nation-Schleswig Holstein 2009 im Kieler Landtag teilgenommen hatte. Die Begeisterung für das Planspiel erweckte den Wunsch der AG, eine kleinere Form der MUN-SH auch an der eigenen Schule durchzuführen. Die Idee entstand in wenigen Sekunden, doch die Vorbereitungen nahmen Monate in Anspruch. Zuerst mussten einzelne Gremien gebildet, Themen festgelegt und Schüler für die Simulation motiviert, sowie über sie informiert werden. Nach und nach bildeten sich einzelne Delegationen, bestehend aus drei Schülern, die die Meinung eines spezifischen Staats repräsentierten. Jede Delegation teilte sich auf die drei Gremien auf: Generalversammlung, Kommission für nachhaltige Entwicklung und Kommission für Wissenschaft und Technik. In allen drei Ausschüssen saßen rund 30 Schüler mit dem Anspruch -möglichst realitätsgetreu- Vertreter der UN-Mitgliedsstaaten zu verkörpern. Dies setzte voraus, dass sich die Schüler genau mit ihrem Land identifizierten und das entsprechende Thema vorbereiteten.

 

Der 19. Januar, also der 1. Konferenztag, verlief noch relativ entspannend für die Delegierten. Eröffnet wurde die Konferenz mit einem kleinen Rollenspiel der AG. Danach traf man sich in den Gremien und die ersten Reden wurden gehalten. Aller Anfang war schwer, aber mit der Zeit fassten fast alle Schüler Mut und gaben die Meinung ihres Staates kund. Mit wem kann ich mich verbünden? Wer hat die gleiche Auffassung wie mein Staat? Das waren die ersten zu beantwortenden Fragen, um später mit seinen Verbündeten eine Mehrheit für Beschlüsse zu erlangen. Die Mehrheit war nämlich genauso notwendig, wie ein angemessenes diplomatisches Verhalten. Die Einhaltung der Geschäftsordnung und die Leitung der Debatten übernahm der Vorsitz jedes Gremiums, der aus AG-Mitgliedern bestand.

Der 2. Konferenztag verlangte den Schülern noch einiges mehr ab. Gekleidet in Anzügen oder Kostümen versuchten die einen, mit diplomatischem Geschick zu überzeugen, andere wiederum drohten mit ihren militärischen Mitteln und der Gefährdung der globalen Sicherheit. Insgesamt fanden jedoch alle drei Gremien einen Konsens, denn am Ende der Konferenztage konnte jedes Gremium stolz eine ausgearbeitete Resolution zu ihrem Thema präsentieren.

Alles in allem betrachtet, war die UN-Simulation nach anfänglicher Skepsis ein voller Erfolg. Die Begeisterung sich in andere Sichtweisen hineinzuversetzen und diese überzeugend zu vertreten, Reden zu schwingen und dennoch zu versuchen einen Kompromiss zu finden, war bei allen spürbar. Das Fazit der Simulation: Politik ist interessant, aber vor allem ist Politik kompliziert!

 

Carina Tooren

 

 

 

 

 

Seite zuletzt geändert am 21.01.2010, 23:30 Uhr von Ralph Werner-Dralle
 

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