Animation:  Verarbeitung von Reizen durch die Netzhaut - Center surround receptive field

Adresse:  http://www.blackwellpublishing.com/matthews/retina.html

Handreichung von Pia Dragon, Carolin Sawatzki, Sabina Raszczyk

 

 

Inhalt:

Was sieht man?

 

 

 

 

Auf der linken Seite ist eine Ganglienzelle mit anhängenden Biopolarzellen und Photorezeptoren zu sehen.

Oben rechts ist das Aktionspotential einer Ganglienzelle (Nervenzelle; elementarer Baustein des Nervensystems) grafisch dargestellt.

Unten rechts erkennt man die vereinfachte Darstellung der Oberfläche einer Netzhaut. Hierbei sind Plus- und Minuszeichen sichtbar.

 

Es gibt ein „ON Center“, in dem Reize dazu führen nervliche Reaktionen zu erzeugen.

Im Gegensatz dazu gibt es ein „Off Center“, in welchem Reize nervliche Reaktionen mithilfe lateraler (seitlicher) Hemmungen unterdrücken.

Somit kann der stärkste Reiz nur dann entstehen, wenn der zentrale Punkt angeregt wird.

  

 

„ON Center“:

ON Center Zellen werden besonders aktiv, wenn Licht auf das Zentrum des rezeptiven Feldes fällt und reduzieren ihre Aktivität, wenn ein Licht in den Bereich außerhalb des Zentrums fällt. Dieser Vorgang wird in der Grafik mit Pluszeichen und Minuszeichen gekennzeichnet.

Das bedeutet, wenn das Licht aus ist wird das Auge weniger gereizt als wenn das Licht an ist und die gesamte Netzhaut belichtet wird.

Im zweiten Fall (das Licht ist an) erhöht sich die Frequenz des Aktionspotentials und somit wird deutlich, dass eine stärkere Reizung stattfindet.

Wird der Reiz ins Zentrum der Netzhaut projiziert, ist erneut das Aktionspotential deutlich erhöht. Die Netzhaut wird also noch stärker gereizt.

Befindet sich der Reiz außerhalb des Zentrums, gibt es keinen Anreiz zum Aktionspotential. Dies sieht man daran, dass der Verlauf des Graphen nicht ausschlägt.

 

„OFF Center“:

 

 

 

OFF Center Zellen reagieren genau umgekehrt: fällt Licht auf das Zentrum, werden sie weniger aktiv, fällt Licht in die Peripherie (außerhalb des Zentrums der Netzhaut), werden sie aktiv.

Das heißt, wenn das Licht aus ist, findet wie bei dem „On Center“ eine regelmäßige leichte Reizung der Netzhaut statt.

Wird die gesamte Netzhaut belichtet, wirkt sich der Reiz, im Gegensatz zum gleichen Fall im „On Center“, nicht wesentlich auf das Aktionspotential aus.

Wird das Licht auf die Pupille zentriert, findet kein Reiz statt. Es ist kein Ausschlagen des Graphen zu verzeichnen.

Bei Projektion des Lichtes auf die Iris entsteht wiederum eine starke Reizung.

.

 

Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass Reizungen frequenzkodiert sind. Auf einen bestimmten Reiz folgt eine bestimmte Frequenz und somit auch eine Reaktion.

Entscheidend ist nicht, dass ein Reiz auftritt, sondern wo er auftritt. Unterschiedliche Regionen, an denen ein Reiz entsteht, rufen verschieden starke oder schwache Reizwirkungen hervor. Dies ist sichtbar am Aktionspotential.

 

 

Quellen

Seite zuletzt geändert am 25.02.2009, 09:27 Uhr von Gebhard Kraft
 

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