Abschied von drei prägenden Lehrerpersönlichkeiten

 

Vier Verabschiedungen standen am 18.7.2012 auf dem Programm, als sich das Kollegium des GNW und ausgesprochen viele aktive Ehemalige des Kollegiums um 16:00 Uhr im Forum der Schule trafen, um gemeinsam innezuhalten und zu feiern. Neben dem Schulwechsel von Frau Postels nach Buchholz ging es dabei vor allem um die Pensionierungen von drei „Altgedienten“, die über die Jahrzehnte hinweg das Profil des GNW maßgeblich mit geprägt haben: Frau Traub, Herr Schmidt und Herr Sloot.

 

 

 

 

 

Frau Postels verlässt das GNW, weil sie aus familiären Gründen den täglichen weiten Schulweg künftig vermeiden will. Das falle ihr nicht leicht, betonte sie, da sie sich am GNW immer sehr wohl gefühlt habe. Schulleiter Lindemann betonte in seiner Ansprache ihre ausgeglichene und klare Art, mit der sie im Kollegium und in den Lerngruppen habe beeindrucken können, und wies auf die Flexibilität von Frau Postels hin, die nach dem Auslaufen von Russisch, wo sie zunächst schwerpunktmäßig eingesetzt worden war, sich mit Energie und Umsicht auf ihre anderen Fächer Deutsch und Religion konzentriert habe. Auch die Vertreterinnen dieser beiden Fächer, Frau Minkler (Fachobfrau Religion) und Frau Neubert (Deutsch) bedauerten den Postels-Weggang und wünschen für die Zukunft in Buchholz alles Gute!

 

Dann waren die drei Pensionäre an der Reihe:

Schulleiter Lindemann ließ es sich in seinen „einleitenden Worten“ nicht nehmen, zu jedem der drei einige persönliche Anmerkungen zu machen, die die hohe Wertschätzung verdeutlichten. Das fachliche und kollegiale Engagement von Frau Traub, eventuell aus der wertkonservativen und bildungsnahen Biografie (Klosterschule) zu erklären, der kontinuierliche und vorbildliche Aufbau der Berufsberatung und -orientierung am GNW durch Herrn Schmidt, und der unermüdliche Einsatz für Schülerschaft und Kollegium des Vollblutlehrers und Gewerkschaftlers Hindrik Sloot, - das waren nur einige Aspekte, die der „Chef“ ansprach. Allen sprach er die Qualität zu, „Urgestein“ des Gymnasiums Neu Wulmstorf zu sein, und wohl deshalb war das Schulleitungsteam Lindemann & Waldbüßer auf die Idee gekommen, diese Analogie künstlerisch umzusetzen. Der Künstler Waldbüßer nahm sich das „Mount Rushmore National Memorial“ als Vorbild und schuf ein „Mount Wulmstorf Highschool Memorial“ (siehe Bild), das bei den Geehrten und dem Publikum für Begeisterung und Bewunderung sorgte. Jeder der Pensionäre bekam ein gerahmtes Druckexemplar des Bildes als Abschiedsgeschenk überreicht, - das Original bleibt in der „hall of fame“ der Schule.

 

 

Die weitere Gestaltung des Abends war dann Sache des Kollegiums und des Personalrates, die mit umfangreichen und unterschiedlichsten Beiträgen auf die vergangenen gut 30 Jahre GNW, niedersächsische Bildungspolitik und auf drei unterschiedliche Lehrerpersönlichkeiten eingingen. Charakteristisch und deshalb hervorzuheben ist dabei die Tatsache, dass Frau Traub als scheidende Geschichts-Fachobfrau es sich nicht nehmen ließ, ihren langjährige Fachkollegen Heinz-Jürgen Schmidt erst selbst mit einer gediegenen Rede zu verabschieden, bevor sie selbst verabschiedet wurde. Auch die Sportfachschaft, ergänzt mit den Ehrenmitgliedern auf Lebenszeit „Zimbo“ Zimmermann und Möller, erwies ihrem Mitglied Schmidt alle Ehren eines scheidenden Box-Matadors, - ein Hinweis darauf, dass Schmidt in der Oberstufe die Kurse mit den Kampf-Sportarten betreute.

 

 

 

 

 

Die Geschichtsfachgruppe (Br, Bö, Rö, Stackmann) hatte sich für ihre scheidende Fachobfrau eine lustig-lockere Szenenfolge unter dem Titel „Doris – Eine Lobhudelei in drei Akten“ ausgedacht. Hier konnte das immer wieder herzhaft lachende Publikum Frau Traub in verschiedenen Rollen und Situationen ihres Arbeitslebens noch einmal erleben, sei es als entschiedene Verteidigerin der offenen Unterrichtsformen des jungen und wagemutigen Kollegen Bröer, oder als gewiefte Verhandlungspartnerin der Schulbuchverlage, denen sie kostenlose Materialien für Kollegium und Schule zu entlocken verstand.

 

 

 

 

 

 

 

Die Kolleginnen Mai, Müßler, Dicke, Doose, Stackmann und Martens-Hoppe entwarfen dann ein buntes Zukunfts-Szenario, welche Optionen die Pensionärin Traub künftig bei der Gestaltung ihres Ruhestandes haben werde, und setzten dabei mit Einladungen zu Sport und Treffen einige klare Akzente. Man wird sich nicht aus den Augen verlieren!

 

 

 

 

 

 

Drei von ihnen (Mü, Ma, Ms) kramten dann als Reinigungsfachkräfte in den Mülleimern der Schule (Müll ist ja bekanntlich für Historiker ungeheuer interessant und aussagekräftig) und zauberten dabei lustige Episoden, Projekte und Konzepte der Vergangenheit hervor, die heute teilweise ungläubiges Staunen hervorriefen. Das war der ideale Übergang für Herrn Hornischer, der statt einer Rede auf seinen Kollegen und Freund Hindrik Sloot dem Publikum ein Märchen erzählte, - das Märchen vom braven Ritter Hinner, der an der Seite seines holden Burgfräuleins Grete und im Verein mit seinen Freundinnen und Freunden von der „Gesellschaft erneuerungswilliger Walküren und Ritter“ (GEW) im idealistischen Kampf gegen das Dunkel, dargestellt von finsteren Burgherrn, rachesüchtigen Landesfürsten und kampfesunlustigen Altrittern, und für die allseitige Lebensertüchtigung der ihm anvertrauten Jungscholaren seine Lebensaufgabe fand. Dieser originelle Beitrag fand viel Beifall und war der kreative Höhepunkt der Veranstaltung, wenn man einmal von der musikalischen Umrahmung des Festaktes durch „Les clochards“ (Cn, Bi, Ma, Kn, Bm und Leon S.) absieht, die mit stimmungsvollen Akkordeon- und Saxophonklängen für die musikalischen Highlights sorgten.

 

 

 

 

 

Hindrik Sloot wies in seinen Abschiedsworten, neben dem Dank an Kollegium und Schulleitung für die Jahrzehnte gemeinsamer Arbeit für eine gute Schule, auf die Notwendigkeit hin, auch künftig als Lehrerinnen und Lehrer nicht lediglich ausführende Organe einer manchmal rational nicht immer nachvollziehbaren Bildungsbürokratie zu sein, sondern aktiv und selbstbewusst für gute Bildung im weiteren Sinne zu kämpfen: Das schließe nicht nur wirtschaftliche Berufschancen ein, die die Schule eröffnen müsse, sondern ganz besonders auch die Förderung staatsbürgerlicher Tugenden und eines demokratischen Bewusstseins. Dies könne eine Lehrkraft nicht allein leisten, sondern man brauche dazu eine Gemeinschaft und eine Organisation an seiner Seite.

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann luden die Verabschiedeten das Kollegium und ihre Gäste zum geselligen Teil des Abends mit gutem Essen und Trinken in das Forums-Foyer ein. Damit die dabei verzehrten Kalorien keine gar zu schädlichen Wirkungen entfalten konnten, spielte die Lehrer-GNW-Band (Hi, Mn, Li, Wa) abschließend zum Tanz auf, - ein musikalisch-sportliches Angebot, das gern angenommen wurde..!

 

 

 

 

 

 

 

 

Seite zuletzt geändert am 19.07.2012, 21:49 Uhr von Ralph Werner-Dralle
 

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