Neue Referendarinnen und Referendare am GNW im Schuljahr 2014/2015:

 

 

 

Linda Löwe (Bio/Erdk.)

 

Mein Name ist Linda Löwe und ich habe im September 2014 als Lehrerin im Vorbereitungsdienst am Gymnasium Neu Wulmstorf begonnen. Meine Fächer sind Biologie und Erdkunde.

Ich wuchs in einem kleinen Dorf in Thüringen auf und bin nach meinem Abitur nach Hamburg gezogen, um ein Lehramtsstudium an der Universität Hamburg zu absolvieren. Auch privat interessiere ich mich sehr für meine Unterrichtsfächer und komme gerade von einer einjährigen Weltreise zurück.

In meiner Freizeit koche ich gern mit Freunden oder entspanne mich mit einem guten Buch auf der Couch.

Ich freue mich sehr auf eine gute Zusammenarbeit mit Schülern und Schülerinnen, sowie Kollegen und Kolleginnen in den kommenden 18 Monaten.

 

 

 

Fabian Wehner (Geschichte /Deutsch)

 

 

Ich habe mein Ziel über Umwege erreicht. Und jetzt ist das Ziel der Weg. So richtig klar wurde mir das an diesem ersten Wochenende nach den Sommerferien. Es ist mein Schulweg. Er führt durch die Untiefen meiner Familiengeschichte. An radelfreundlichen Tagen geht es mit dem Fahrrad den Blankeneser Mühlenberg hinunter zur Elbe. Dort am Anleger, der hier „Bulln“ heißt, legt die Fähre ins Alte Land ab. Jetzt sind es nur wenige Kilometer Obstplantagen und Deichdörfer bis nach Neu Wulmstorf und zu unserer Schule. Jork bleibt rechts liegen. Dort hatte meine Uroma mit den großen Augen und dem lustig-breeiiten Dialekt eine Handvoll Katzen in ihrer kleinen Wohnung über dem Imbiss in der Ortsmitte. Die Blankeneser Uroma auf der anderen Seite der Elbe trug den Namen Breckwoldt und darum ihre Nase so hoch, dass sie diese Jorker Katzenoma mied. Flüchtlinge wurden von Hanseaten gesiezt.

Ich selbst bin, weit weg von diesem Drama, in Oldenburg aufgewachsen. Das Alte Land und Blankenese mit seinen labyrinthischen Treppen, weiten Parklandschaften und den weltbesten Franzbrötchen (von Bäcker Körner) habe ich gerade so selten gesehen, dass ich später Sehnsucht danach bekam. Als die Jorker Katzenuroma starb, blieb von ihr nur die Geschichte, dass sie aus einem fernen Land stamme, in dem es so kalt gewesen sei, dass man sich im Winter die Stiefel mit Stroh ausstopfen musste, damit die Füße nicht erfrieren. Wo dieses Land lag, das wusste bei uns zu Hause niemand, nur, dass es früher einmal Ostpreußen geheißen hat. Ich wollte nach dem Abitur unbedingt an der Ostsee studieren, verliebte mich in die kleine Hansestadt Greifswald und in meine Fächer Germanistik, Geschichte und ev. Theologie. Von Greifswald aus entdeckte ich mit dem Fahrrad die südliche Ostseeküste von Lübeck über Danzig bis nach Riga und fühlte mich, umgeben von weitem Land unter hohem Himmel mit in die Landschaft gestreuten Backsteinkirchen, seltsam zu Hause. Dass dieses zu Hause-Gefühl im fernen Polen, Russland, Litauen und Lettland mit dem eigentümlichen Kontrast von Blankeneser Bürgerhaus und östlich-deftiger Einfachheit der Uromas zu tun haben könnte, dämmerte mir erst sehr spät.

2008 wechselte ich Uni und Region, um in Heidelberg südwestdeutsche Fremde kennenzulernen. Weil das Leben dort teuer ist, machte ich die studentische Not zur Tugend und wurde Reiseleiter auf dem Fahrrad. Ein Jahr später machte es unsere Firma, „Die Landpartie“ wie Hanse und Deutscher Orden im Mittelalter und schloss die Lücke, die im Ostseeraum noch klaffte, mit einer Reise, die „Ostpreußisches Bilderbuch“ genannt wurde. Ich heuerte neugierig für diese Tour an und begann, das in der Kindheit aufgegebene Rätsel zu lösen. Erste Erkenntnis: Auf Reisen kann man oft viel anschaulicher und direkter begreifen, als im Hörsaal. Zweite Erkenntnis: Geschichte hat ganz viel mit der Gegenwart und jedem einzelnen von uns zu tun. Meine Jorker Uroma hat nämlich in einem Land gelebt, aus dem sie fliehen musste, als der Zweite Weltkrieg, nach Deutschland zurück kam. Heute ist ihre Tauf- und Konfirmationskirche eine Ruine, ihr Dorf grüne Wiese und das nördliche Ostpreußen ein Teil von Russland. Von Hamburg ist es kaum weiter entfernt als München. Und trotzdem hat das letzte Jahrhundert es zur „terra incognita“, zum unbekannten Land werden lassen. Eine ganze Menge schwer zu verarbeitendes Leid, gesamtgesellschaftlich verhandelte Fragen nach Schuld und Sühne und ein im „Kalten Krieg“ gezogener „Eiserner Vorhang“ haben es verschwinden und zu einem Geheimnis meines Lebens werden lassen. Beide Uromas stecken in mir drin und liegen auf meinem Schulweg, den ich jetzt nach langer Suche radeln kann.

Ich unterrichte als Referendar an unserer Schule die Fächer Geschichte und Deutsch. Literatur, Sprache und Geschichte erzählen von der ganzen Bandbreite unseres Lebens. Kaum intensiver als in Gedichten können wir beispielsweise Gefühle nacherleben und ausdrücken. Eine Romanfigur kann unsere Phantasie beflügeln oder zum Spiegel werden. Mit Sprache können wir uns verletzen, aber auch versöhnen. Und in der Geschichte finden wir Wege zu uns selbst. Vielleicht ist mein Schulweg ein gutes Beispiel dafür. Ich freue mich sehr auf die Schule und spannende Entdeckungen und Begegnungen. Denn jedes Sehen ist von Wissen gelenkt.

 

Fabian Wehner

 

 

 

Merle Zachej (Biologie/ Chemie) 

 

Mein Name ist Merle Zachej. Ich bin am 13.06.1989 auf Norderney geboren. Dort verbrachte ich die ersten vier Jahre meines Lebens, hatte meine Nase immer im Wind und die Füße im Wasser. Norderney ist eine sehr schöne Nordseeinsel. Dann zog ich mit meinen Eltern und meinen zwei Geschwistern in ein kleines Dorf nahe bei Stade, wo ich 2008 mein Abitur absolvierte. Zum Studieren hat es mich an die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg verschlagen. Dort habe ich fünf schöne und lehrreiche Jahre verbracht. In meiner Freizeit habe ich Freude am Lesen, am Handarbeiten aber auch am Fotografieren, bei dem ich auch die Natur erkunden kann. Nun beginne ich, nahe meiner Heimat, mein Referendariat am Gymnasium Neu Wulmstorf mit den Fächern Biologie und Chemie. Ich freue mich sehr auf die kommende Zeit an dieser Schule und besonders auf die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern.

 

 

 

 

 

Carola Goers (Mathematik / ev. Religion)

 

Ich bin Carola Goers und ich habe zum zweiten Halbjahr des Schuljahres 2014/2015 meinen Vorbereitungsdienst hier am Gymnasium Neu Wulmstorf aufgenommen. Meine Fächer sind Mathematik und ev. Religion.

Mein Weg nach Neu Wulmstorf führte von meiner Heimat in Südniedersachsen (nahe Göttingen) über ein Studium in Oldenburg. Nun bin ich hier und freue mich auf die kommenden 18 Monate und das, was sie bringen werden.

In meiner Freizeit lese, koche oder fotografiere ich gerne, wenn ich nicht gerade beim Kampfsport bin (vor allem Aikido, aber ich habe auch schon diverse andere Systeme ausprobiert).

 

Seite zuletzt geändert am 24.02.2015, 12:41 Uhr von Ralph Werner-Dralle
 

Das Neueste

Sprachenwettbewerb 2017

Bundesfinale Dresden

Weiterlesen


Jambo

Pfandflaschen für Tansania

Weiterlesen


Oberstufenbücher

Verkauf an Klasse 10

Weiterlesen


Klassenstufe 10:

Fahrt zur Ideen-Expo 2017

Weiterlesen


Klassenstufe 8:

Paten gesucht!

Weiterlesen



Aktualisiert

Heute

Adressen



Vorgestern

Beratungslehrer


Frankreich



3 Tage und älter

DasEineLied-Konzert-6-2017


DELF-AG


Schüleraustausch und Auslandsaufenthalt


Leistungsbewertung


Ziele und Inhalte des Unterrichts


Warum Französisch lernen?


Französisch am Gymnasium Neu Wulmstorf