LEISTUNGSMESSUNG & - BEWERTUNG         

 (verabschiedet: GEKO 2007-06-04)

 

Gute Quelle zum Nachlesen von Erlassen: www.schure.de (mit Stichwortverzeichnis)!

 

1. Der Erlass "Zeugnisse in den allgemein bildenden Schulen" definiert die Noten

     " Die Note … wird erteilt, wenn die Leistung …"

(1) sehr gut: "… den Anforderungen in besonderem Maße entspricht."

(2) gut: " … den Anforderungen voll entspricht."

(3) befriedigend: " … im Allgemeinen den Anforderungen entspricht."

(4) ausreichend: "…zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen noch entspricht."

(5) mangelhaft:" …den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden könnten."

(6) ungenügend: "… den Anforderungen nicht entspricht und selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können."

 

"Zwischennoten" bzw. "Prädikatsanhängsel" wie (+) oder (-) sind nicht zulässig, schriftliche Ergänzungen sind bei Arbeiten jedoch möglich: "Nur schwach ausreichend"

 

2. Der Erlass "Schriftliche Arbeiten in den allgemein bildenden Schulen" regelt u.a.

 

a) Klassenarbeiten (KA)/Klausuren sind benotete schriftliche Lernkontrollen

  • in Abgrenzung zu "Tests", die zwar bewertet, aber nicht benotet werden  (z.B. mit Symbolen wie  ++ / + / o / - / --, oder mit % - Angaben).
  • in Abgrenzung zu weder benoteten noch bewerteten schriftlichen Lernkontrollen.

b) KA müssen aus dem Unterricht erwachsen

c) Bewertete schriftliche Arbeiten sind i. d. R. einige Tage vor der Anfertigung  anzukündigen.

d) Wenn über 30 % der KA einer Lerngruppe mit "5" oder "6" bewertet werden müssen, so wird die Arbeit nicht gewertet. Abweichungen von dieser Regelung sind nur mit Zustimmung des Schulleiters möglich. (Bei nachvollziehbarer Begründung; Information der Elternvertreter nötig!)

In Jg. 11 – 13 dürfen max. 50 % der Arbeiten schwächer als "ausreichend" sein, um sie zu werten.

 

3.  Die Praxis (1): Die Bewertung von Klassenarbeiten und Tests

 

Es gibt keine bindende Festlegung für alle Fächer dazu, wie groß der gelungene Anteil  einer Arbeit sein muss, um noch ein "ausreichend" zu bekommen. Als "Faustregel" lässt sich sagen:

Wenn 50 – 60 % der Anforderungen bewältigt wurden, war die Leistung "ausreichend"

ABER:

a) Je mehr es um "Fakten und Einzelwissen" geht, desto eher können Quoten festgelegt werden,

z.B. beim Abfragen von Hauptstädten in Geographie, bei Vokabeltests etc. Hierfür können die Fachbereiche Quoten festlegen, wenn es sinnvoll erscheint. Beispiel:

Note (1) 90 – 100 % (2) 80 – 89 %; (3) 70 – 79 %; (4) 60 – 69 %; (5) 50 – 59 %. Aber selbst eine solche Festlegung garantiert keine volle Vergleichbarkeit oder Objektivität,  denn es ist ja z.B. ein Unterschied, ob 50 oder 200 Vokabeln zu lernen waren, wie oft sie geübt wurden etc.  

Es leuchtet ein, dass es nicht "ausreichend" ist, wenn bei einem Diktat nur 60 % der Wörter richtig geschrieben sind, oder wenn bei einem Vokabeltest nur 5 von 10 Wörtern gewusst wurden!

b) Je komplexer die Anforderungen werden, desto mehr müssen für die Anforderungsbereiche mehr und komplexere Kriterien definiert werden.

c) Die in einer KA gestellten Anforderungen sollen natürlich so definiert sein, dass sie den  Bildungsstandards für diese Altersstufe und den curricularen Vorgaben des Faches entsprechen, und der Stoff muss im Unterricht ausreichend vermittelt und geübt worden sein.

d) Der "Ausfall" einer KA ist nicht nur bedenklich, wenn es zu viele "Fünfen" gibt, sondern auch dann, wenn  kaum "Zweien" erreicht wurden.

 

 

4. Die Praxis(2): Von der Bewertung der Einzelleistung zur Zeugnisnote

     Die Bewertung setzt sich zusammen aus

    "Schriftlicher" Note:  Durchschnitt aller Klassenarbeiten des Halbjahres/Schuljahres

       mit leichter Berücksichtigung der „Tendenz“ im 2. Halbjahr.

    "Mündlicher“ Note: Quantität und Qualität der mdl. Mitarbeit inkl. schriftlicher Anteile: Tests, Hausaufgaben, Referate, Mappenführung …; Auch bei der Bewertung des "Mündlichen" soll die aktuelle Notentendenz im 2. Halbjahr etwas stärker berücksichtigt werden.

Gewichtung schriftlicher zu mündlicher Note in den meisten "Langfächern" ca. 50:50.

Die Fachkonferenzen beschließen aber auch andere "Quoten", z.B. ist der Anteil des "Mündlichen"  in den Kurzfächern meistens höher, da dort  i.d.R. pro Halbjahr nur eine Arbeit geschrieben wird.

 

Wichtig für Lehrkräfte: 

Die Fachlehrer sind dafür verantwortlich,

a) bei der Zensierung die Absprachen der Fachkonferenzen zu beachten;  

b) die Schüler über die Grundsätze der Bewertung rechtzeitig zu informieren;

c) den SuS den "mündlichen" Leistungsstand im laufenden Schuljahr mitzuteilen, z.B. als "Zwischenstand" zu den Herbst- und zu den Osterferien (April: "Warnungstermin");

d) über die mündlichen Leistungen Aufzeichnungen zu machen.

e) den Zeitpunkt der Notenbesprechung auch im Klassenbuch/Kursheft zu dokumentieren.

 

5. Die Anzahl der Klassenarbeiten im Schuljahr

Die Anzahl der Arbeiten in den Langfächern ist im Erlass "Die Arbeit in den Schuljahrgängen 5 – 10 des Gymnasiums" vom 3.2.2004 geregelt. Wir veröffentlichen die Tabelle regelmäßig in den "Schulinformationen".

Für die Jahrgänge mit Abitur nach 12 Jahren gilt:

Fünfstündiges Fach: 6 Arbeiten pro Jahr (nur DE & MA in Jg. 5);

Vierstündiges Fach: 5 Arbeiten; Dreistündiges Fach: 4 Arbeiten p. a.

 "Kurzfächer": Mit Ausnahme von Sport sind zwei zensierte Arbeiten pro Schuljahr verbindlich.

Bei "Epochenunterricht" entscheidet die Fachkonferenz, ob eine oder zwei verbindlich sind.

Für Musik und Kunst gibt es die Möglichkeit anderer, fachpraktischer Lernkontrollen (s.Erlass).

 

6. Die zeitliche Verteilung der KA im Schuljahr:

    Der unter Nr. 2 angegebene Erlass zu den "Schriftlichen Arbeiten"  bestimmt in Absatz (4):

"Sie sollen möglichst gleichmäßig über das Schuljahr verteilt werden, um Häufungen vor den Zeugnis- und Ferienterminen zu vermeiden. Während einer Woche dürfen von einer Klasse oder Lerngruppe höchstens drei, an einem Schultag darf nicht mehr als eine bewertete schriftliche Arbeit geschrieben werden. Für die Koordination der Termine sorgt der/die Klassenlehrer/in..."

Die Planung erfolgt an unserer Schule mit Hilfe  eines Jahresterminplans im Klassenbuch,

in welchem die Lehrkraft den vorgesehenen  Termin einträgt und in dem erkennbar ist, ob sich Arbeiten zu stark häufen. Wenn eine Lehrkraft in einer Woche eine vierte KA ansetzen will und die Klasse nicht einverstanden ist, sollte sie sich an den/die Klassenlehrer/in wenden, um dies zu ändern.

  • In den Fächern, die auf  Stundenplanleisten liegen (2. Fremdsprache oder Religion/Werte & Normen) sollen die Arbeiten zu Beginn des Halbjahres gemeinsam festgelegt werden, damit sich die anderen Fächer anpassen müssen und nicht umgekehrt! Sonst werden zu viele Termine blockiert und in einigen Klassen häufen sich die KA zu sehr.
  • Kurzfächer in denen nur eine KA geschrieben wird, sollten vorzugsweise Zeiträume abseits vom Rhythmus der Langfächer nutzen, z.B. die Zeit kurz nach den Herbstferien.

Zumutbare Härten:

- Wenn die KA angekündigt sind, halte ich es für zumutbar, wenn auch einmal an drei aufeinander folgenden Tagen geschrieben wird, obwohl wir es vermeiden wollen. Die Vorbereitung soll ja hauptsächlich in der Schule erfolgen!

- Sog. "Nachschreibarbeiten" sind immer eine Ausnahme, bei denen leider auch in Kauf genommen werden muss, dass einmal vier Arbeiten in derselben Woche liegen.

- "Tests" oder nicht-bewertete Leistungskontrollen sind auch an Tagen zulässig, an denen KA geschrieben werden. (Sie entsprechen in etwa einer Hausaufgabenkontrolle).

 

Seite zuletzt geändert am 01.09.2009, 18:42 Uhr von Ralph Werner-Dralle
 

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