Tempo-Lyrik

 

"Lyrisch-bildgewaltig, kritisch-hinterfragend, rustikal-direkt, klassisch-gereimt oder gar episch-verträumt - so beschreiben die Schülerinnen des Kurses 11DE2 bei Hrn. Röthig das Ich in der Gesellschaft oder setzen es dem Takt der öffentlichen Verkehrmittel, und damit den Motiven Beschleunigung, Tempo und Mobilität, aus.

Zeit für Lyrik? Dann lesen Sie selbst..."

 

 

 

Die Schlange

 

Ach wie schön, sie lacht

Meine Schlange in voller Pracht

Nur knapp zu spät

Dort hinten, seht

Ein spielendes Kind

Rennt vor ihr geschwind

Ein Schrei

Dann ist es vorbei

Nun steht sie hier

Direkt vor mir

Ein Tumult bricht aus

Menschen strömen heraus

Ich steige in ihren Magen

Und stelle keine Fragen

Ich bin stumm

Wie die anderen, dumm

Ihr Magen ist voll

Mit Menschen, wie toll

Überall sitzen sie

Jeder ein Genie

Gezeichnet von Ignoranz

Ohne jede Eleganz

Alle mit sich beschäftigt

Nur von sich selbst bekräftigt

Alle eine eigene Geschichte

Und doch keine Berichte

Ich steige aus

Endlich bin ich frei

Nun ist es vorbei

Ich will nach Haus'

 

 

Elina Sternberg/ Karla Reuter

 

 

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